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G. Derivative Finanzinstrumente in:

Gerhard Scherrer

Rechnungslegung nach neuem HGB, page 173 - 190

Eine anwendungsorientierte Darstellung mit zahlreichen Beispielen

3. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3787-4, ISBN online: 978-3-8006-3917-5, https://doi.org/10.15358/9783800639175_173

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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G. Derivative Finanzinstrumente I. Kaufoptionsgeschäfte 1 . Begriff der Kaufoption Eine Kaufoption (Call) ist ein vertragliches Recht, bestimmte Mengen von Ba sisobjekten zu einem vereinbarten Preis (Basispreis, Exercise Price, Striking Pri ce) zu einem vorgeschriebenen Zeitpunkt (zeitpunktbezogene europäische Op tion) oder während eines vorgegebenen Zeitraums (zeitbezogene amerikani sche Option) zu erwerben. Das wichtigste Verfahren ist die zeitbezogene Option. An der Kaufoption sind zwei Kontrahenten beteiligt, der Käufer als aktiver Kontrahent und der Verkäufer als passiver Kontrahent (Stillhalter) : • Der Käufer der Kaufoption entscheidet über die Ausübung der Option und den Zeitpunkt der Ausübung bei der üblichen amerikanischen Option. Für dieses ihm zustehende Entscheidungsrecht zahlt er einen Optionspreis. • Der Verkäufer der Kaufoption wartet während der Zeit der Options frist auf die Entscheidung des Käufers. Für das Stillhalten erhält er den Optionspreis. Bei Kaufoptionen können bezüglich des möglichen Basisgeschäftes unterschie den werden in Kaufoptionen auf konkreter Basis Objekte der Option sind Ak tien, Rentenwerte oder Devisen und in Kaufoptionen auf abstrakter Basis. Ob jekt der Option ist die Entwicklung von Indizes oder die Entwicklung der Ver zinsung bestimmter Wertpapiergruppen. 2. Bilanzierung der Kaufoption beim StillhaIter a) Ansatz, Ausweis der Kaufoption beim StillhaIter Bilanzierungsprobleme stellen sich beim Verkäufer eines Call (Stillhalter, Short Call) einer Kaufoption bezüglich des erhaltenen Optionspreises als Options prämie und bezüglich des Optionsrisikos. Für den Ansatz des vom Käufer des Call erhaltenen Optionspreises beim Still halter ist zu prüfen, ob eine zeitbezogene Vorleistung, eine Schuld oder ein reali sierter Ertrag vorliegt. • Die Annahme eines Rechnungsabgrenzungspostens wird damit begründet, dass der Käufer des Call mit der Zahlung des Optionspreises seine Leis tungspflicht erfiillt hat, die Erfüllung der Leistungspflicht des Stillhalters 136 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens aber während der gesamten Options frist besteht. Die passive Rechnungsab grenzung soll während der Optionsfrist pro rata temporis aufgelöst werden. Diese Behandlung des Optionspreises ist abzulehnen. Es liegen weder die Voraussetzungen fiir die Passivierung eines Rechnungsabgrenzungspostens vor, noch lässt sich die zeitanteilige Auflösung als adäquat zu einer zeitantei ligen Erfiillung der Leistungspflicht des Stillhalters rechtfertigen. • Weiterhin wird die Bildung einer Rückstellung vorgeschlagen, da weder Grund noch Höhe der zu erbringenden Leistung genau feststehen. Die Argumentation fiir die Rückstellungsbildung ist nicht überzeugend. Ins besondere sind die Höhe des Optionspreises und das Ende der Laufzeit der Option bekannt, so dass insoweit nicht von einer ungewissen Verbindlich keit, die Voraussetzung fiir eine Rückstellungsbildung ist, ausgegangen wer den kann. • Nach h.M. ist der vereinnahmte Optionspreis beim Stillhalter als Verbind lichkeit zu passivieren. Der Optionspreis kann beim Zugang nicht ertrags wirksam vereinnahmt werden, da er als Gegenleistung für die Verpflichtung des Stillhalters zu interpretieren ist, dieser aber bis zum Ende der Optionsfrist seine Verpflichtung noch nicht erfiillt hat. Der Optionspreis ist auch nicht zeitanteilig zu vereinnahmen, da die Verpflichtung bis zum Ende der Opti onsfrist in voller Höhe besteht. Der Ausweis des vereinnahmten Optionspreises beim Stillhalter ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten vorzunehmen. Beim Optionsgeschäft ist der Hauptvertrag über die Lieferung des Optionsob jektes, z.B. bestimmter Aktien, bis zum Ende der Optionsfrist bzw. bis zur Aus übung der Option durch den Käufer schwebend. Droht dem Stillhalter daraus ein Verlust, indem er etwa das zu liefernde Optionsobjekt bei Ausübung der Option durch den Käufer zu einem über den vereinnahmten Preis liegenden Marktpreis beschaffen muss, besteht in Höhe des Differenzbetrages eine Verpflichtung, die nach § 246 Abs . 1 HGB unter Beachtung des Vollständigkeitsprinzip als Rück stellung anzusetzen ist. Ein bestehendes Optionsrisiko ist in der Bilanz des Stillhalters unter Rückstel lungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften auszuweisen. Es ist der Höhe nach ungewiss. b) Bewertung der Kaufoption beim Stillhalter Bezüglich der Bewertung des von dem Stillhalter vereinnahmten Optionsprei ses in der Bilanz des Stillhalters treten keine Probleme auf. Die Verbindlichkeit ist mit dem eingegangenen Betrag, d.h. des vereinnahmten Optionspreises abzüg lieh der angefallenen Spesen, zu bewerten. Die Bewertung wird von einer U.U. notwendigen Rückstellungsbildung für das Optionsrisiko nicht berührt. G. Derivative Finanzinstrumente 1 37 Bezüglich der Bewertung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwe benden Geschäften für das Optionsrisiko kann zwischen ungedeckten und ge deckten Geschäften unterschieden werden. Bei ungedeckten Geschäften muss der Stillhalter das Optionsobjekt am Markt beschaffen, bei gedeckten Geschäften hat er das Optionsobjekt im Bestand, so dass ein Beschaffungsrisiko nicht be steht. (1) Für die Bewertung der Rückstellung für drohende Verluste aus schweben den, ungedeckten Geschäften bestehen zwei Alternativen. Die Bewertung er folgt entweder nach der Ausübungsfiktion oder nach der Glattstellungsfiktion. In aller Regel führt die Unterstellung der unterschiedlichen Fiktionen zu einer un terschiedlichen Bewertung der Drohverlustrückstellung. • Bei der Ausübungsfiktion bestimmt sich die Höhe der Drohverlustrückstel lung nach dem Marktpreis, der am Bewertungsstichtag für den Erwerb des Optionsobjektes aufzuwenden wäre, abzüglich des vereinbarten Preises als Basispreis für das Optionsobjekt und der vereinnahmten Optionsprämie. • Bei der Glattstellungsfiktion bestimmt sich die Höhe der Drohverlustrück stellung nach dem Kurs des Optionspreises am Bewertungsstichtag abzüglich der vereinnahmten Optionsprämie. (2) Die Passivierung von Rückstellungen für Drohverluste aus schwebenden, gedeckten Geschäften ist strittig. Damit eine Verpflichtung zur Rückstellungs bildung entstehen kann, muss der Stillhalter für das Optionsobjekt einen Basis preis zugrunde legen, der zusammen mit dem Optionspreis (Optionsprämie) ge ringer ist als die Anschaffungskosten für das Optionsobjekt. Dies kann dann der Fall sein, wenn er kurzfristig mit einem S inken, langfristig mit einem Steigen des Marktpreises für das Optionsobjekt rechnet. Die Verlustantizipation kann unter Anwendung eines der folgenden Verfahren vorgenommen werden: • durch die Passivierung einer Drohverlustrückstellung in Höhe des Unter schiedsbetrags zwischen den (höheren) Anschaffungskosten des Options ob jekts und dem Basispreis abzüglich des vereinnahmten Optionspreises, oder • durch die Bildung einer Bewertungseinheit aus Aktie und Stillhalterver pflichtung bei Vornahme einer verlustfreien Bewertung durch entsprechende Abschreibungen auf das Investitionsobjekt (h.M.) . 3. Bilanzierung der Kaufoption beim Erwerber a) Ansatz, Ausweis der Kaufoption beim E rwerber Die Option stellt fur den Erwerber das vertragliche Recht dar, das Optionsobjekt, z.B . bestimmte Aktien, nach den Optionsbedingungen zu erwerben. Das Recht erfiillt die Eigenschaften eines Vermögensgegenstandes des Erwerbers der Kauf- 138 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens option. Das Recht ist einzeln verwertbar und dem Erwerber wirtschaftlich zuzu rechnen. Daraus ergibt sich die Ansatzpflicht nach § 246 Abs. 1 HGB . Im Schrifttum ist strittig, o b das Optionsrecht i n der Bilanz des Erwerbers im Anlage- oder im Umlaufvermögen auszuweisen ist: • Für den Ausweis im Anlagevermögen wird vorgetragen, dass es für den Fall der Ausübung der Option (bis dahin) dauernd dem Geschäftsbetrieb dient und daher nach § 247 Abs . 2 HOB zwingend zum Anlagevermögen rechnet. • Tatsächlich ist mit dem Ausweis im Anlagevermögen ein längerer Zeitbezug verbunden. Kaufoptionen haben jedoch vielfach nur kurze Laufzeiten, so dass ein Ausweis im Umlaufvermögen unter den sonstigen Vermögensge genständen der Intention der Bilanzierung von Optionsrechten entspricht. b) Bewertung der Kaufoption beim Erwerber Bei der Zugangs bewertung ist das Optionsrecht mit den Anschaffungskosten, d.h. dem Optionspreis zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten, zu bewerten. Fällt in die Laufzeit des Optionsrechts ein Abschlussstichtag, greifen für die Be wertung des Optionsrechts die allgemeinen Regeln des § 253 Abs. 4 HOB zur Bewertung von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens . Bei gegen über den Anschaffungskosten niedrigerem beizulegendem Zeitwert des Options rechts ist es zwingend auf den niedrigeren Wert am Abschlussstichtag abzu schreiben. Ein niedrigerer Wertansatz darf nach der Neuregelung des § 253 Abs. 5 HOB, wie angeführt, nicht beibehalten werden, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Bei Ausübung der Option durch den Erwerber des Optionsrechts ist strittig, ob der Buchwert des Optionsrechts als Aufwand anzusetzen ist, da er mit der Aus übung das Optionsrecht entfallt, oder ob der Buchwert des Optionsrechts zu den Anschaffungskosten des erworbenen Optionsobjektes rechnet. • Für die Abschreibung wird angeführt, dass das Optionsrecht mit der Aus übung als selbständiges Recht verfällt und damit abzuschreiben ist. Dieser Auffassung wird hier nicht gefolgt. • Tatsächlich ist das Optionsrecht Voraussetzung nicht nur für den Erwerb des Optionsobjektes, sondern auch für die Festlegung des Kaufpreises (verein barter Basispreis) . Der Buchwert des Optionsrechtes ist danach als Teil der Anschaffungskosten des Optionsobjektes zu behandeln. Würde man dem nicht folgen, käme es zu erheblichen Verzerrungen bei den Anschaffungs kosten von Optionsobjekten. Nur bei dem zweistufigen Erwerb des Optionsobjektes, nämlich dem Erwerb des Optionsrechts im ersten Schritt und dem Erwerb des Optionsobjekts im zweiten Schritt werden die Anschaffungskosten des Optionsobjektes korrekt ermittelt. G. Derivative Finanzinstrumente 1 39 Bei Glattstellung als Schließung der offenen Position aus dem Kauf eines Call verkauft der Käufer des Call einen Call mit gleichen Bedingungen. Der dabei erzielte Optionspreis ist mit dem aktivierten Optionsrecht zu verrechnen. Ein Un terschiedsbetrag ist in der Gu V anzusetzen. 11. Verkaufsoptionsgeschäfte 1 . Begriff der Verkaufsoption Eine Verkaufoption (Put) ist das vertragliche Recht, bestimmte Mengen von Vermögensgegenständen zu einem vereinbarten Preis (Basispreis ) bis zu einem vorbestimmten Zeitpunkt bei amerikanischer Option oder an einem vorbe stimmten Zeitpunkt bei europäischer Option zu veräußern. An der Verkauf option (Put) sind zwei Kontrahenten beteiligt, der Käufer als ak tiver Kontrahent und der Verkäufer als passiver Kontrahent (Stillhalter). • Der Käufer des Put entscheidet über die Ausübung der Option und über den Zeitpunkt der Ausübung bei der üblichen amerikanischen Option. Für dieses Entscheidungsrecht zahlt er einen Optionspreis. • Der Verkäufer des Put wartet auf die Entscheidung des Käufers während der Zeit der Optionsfrist. Für das Stillhalten erhält er einen Optionspreis. Verkaufoptionen können bezüglich des möglichen Basisgeschäftes unterschieden werden in Verkaufoptionen auf konkreter Basis als Objekte wie Aktien, Ren tenwerte und Effektenoptionen oder Devisen und Verkaufoptionen auf abs trakter Basis als Objekte, die Entwicklung von Indizes oder die Entwicklung der Verzinsung bestimmter Wertpapiergruppen. 2. Bilanzierung der Verkaufoption beim Stillhalter a) Ansatz, Ausweis der Verkaufoption beim Stillhalter Ansatzprobleme stellen sich beim Stillhalter eines Put ebenso wie beim Call rur den erhaltenen Optionspreis (Optionsprämie) und das Optionsrisiko. Ebenso wie beim Call ist nach h.M. der vereinnahmte Optionspreis beim Stili halter anzusetzen. Der Optionspreis kann beim Zugang nicht erfolgswirksam vereinnahmt werden, da er als Gegenleistung für die Verpflichtung des Stillhal ters interpretiert wird, dieser aber bis zum Ende der Optionsfrist seine Verpflich tung nicht errullt hat. Der Optionspreis ist auch nicht während der Optionsfrist pro fata tempofis zu vereinnahmen. Es besteht Passivierungspflicht nach § 246 Abs . 1 HGB. Der Ausweis der vereinnahmten Optionsprämie erfolgt unter dem Posten "sonstige Verbindlichkeiten". 140 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens Wie beim Call ist auch beim Put der Hauptvertrag über die Abnahme des Opti onsobjektes, z.B . über die Abnahme bestimmter Aktien, bis zum Ende der Opti onsfrist bzw. bis zur Ausübung der Option durch den Käufer schwebend. Droht dem Stillhalter des Put Optionsgeschäftes ein Verlust, indem er etwa ver pflichtet ist, das zu übernehmende Optionsobjekt bei Ausübung der Option durch den Käufer zu einem über dem Marktpreis liegenden Preis zu übernehmen, be steht in Höhe des Differenzbetrags ein Verpflichtungsüberhang, der nach § 246 Abs. 1 HGB passivierungspflichtig ist. Ein drohender Verpflichtungsüberhang aus dem Optionsgeschäft ist in der Bilanz des Stillhalters unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwe benden Geschäften (Optionsgeschäften) auszuweisen. b) Bewertung der Verkaufoption beim Stillhalter Bezüglich der Bewertung des vereinnahmten Optionspreises in der Bilanz des Stillhalters treten keine Probleme auf. Die Verbindlichkeit ist mit dem einge gangenen Betrag, d.h. dem vereinnahmten Optionspreis fiir den Verkauf des Put abzüglich der Spesen, zu bewerten. Für die Bewertung der Rückstellungen für drohende Verluste aus schweben den Geschäften kommen, wie bei der Call-Option, die Ausübungsfiktion und die Glattstellungsfiktion in Betracht: • Bei der Ausübungsfiktion bestimmt sich die Höhe der Rückstellung nach dem vereinbarten Basispreis fiir das Optionsobjekt abzüglich der verein nahmten Optionsprämie fiir den Verkauf des Put und abzüglich des Markt preises des Optionsobjektes am Bewertungsstichtag. • Bei der Glattstellungsfiktion bestimmt sich die Höhe der Rückstellung nach dem Optionspreis des Put am Bewertungsstichtag abzüglich der vereinnahm ten Optionsprämie. Bei Ausübung der Option muss der Stillhalter das Optionsobjekt zu dem ver einbarten Basispreis übernehmen. Es entstehen Anschaffungskosten in Höhe des Basispreises zuzüglich der beim Erwerb von Aktien angefiihrten Anschaf fungsnebenkosten, wie Spesen und Gebühren. Es kann, wie bei der Call-Option, fraglich sein, ob der vereinnahmte und bis da hin als Verbindlichkeit passivierte Optionspreis eine Minderung der Anschaf fungskosten darstellt oder ob der erzielte Optionspreis mit Ausübung der Option erfolgswirksam zu vereinnahmen ist. • Nach der Auffassung, dass mit Ausübung der Option der Stillhalter seine Leistung erbracht hat, ist der Optionspreis zu diesem Zeitpunkt erfolgs wirksam zu vereinnahmen. Das ist auch der Fall, wenn bis zum Ablauf der Optionsfrist das Optionsrecht vom Käufer der Put-Option nicht ausgeübt worden ist. G. Derivative Finanzinstrumente 141 • Geht man, wie oben bei der Bewertung des Call dargestellt, von einer Ge samtbetrachtung von Option und Optionsobjekt aus, ermittelt der Ver käufer eines Put die Anschaffungskosten des Optionsobjektes aus dem ver einbarten Basispreis abzüglich der Optionsprämie. Bei dieser Betrachtung ruhrt die von dem Stillhalter vereinnahmte Optionsprämie zu einer Minde rung der Anschaffungskosten der von ihm zu übernehmenden Wertpapiere. 3. Bilanzierung der Verkaufoption beim Erwerber a) Ansatz, Ausweis der Verkaufoption beim Erwerber Die Option stellt rur den Erwerber das vertragliche Recht dar, das Optionsob jekt, z.B. bestimmte Aktien, nach den Optionsbedingungen zu veräußern. Das Recht errullt die Eigenschaften eines Vermögens gegenstandes. Es ist einzeln verwertbar und dem Eigentümer wirtschaftlich zuzurechnen. Somit besteht An satzpflicht nach § 246 Abs . 1 HGB. Über den Ausweis des Optionsrechts einer Put-Option in der Bilanz des Er werbers gelten die Ausführungen zum Erwerb einer Call-Option entsprechend. Verkaufoptionen haben ebenso wie Kaufoptionen nur kurze Laufzeiten, so dass ein Ausweis im Umlaufvermögen unter dem Posten "sonstige Vermögensgegens tände" des Erwerbers zu erfolgen hat. b) Bewertung der Verkaufoption beim Erwerber Bei der Erstverbuchung ist das Optionsrecht mit den Anschaffungskosten, d.h. dem gezahlten Preis rur die Put-Option zuzüglich der angefallenen Spesen, zu bewerten. Fällt in die Laufzeit des Optionsrechts ein Abschlussstichtag, greifen rur die Be wertung des Optionsrechts die Regeln des § 253 Abs . 4 HGB zur Bewertung des Umlaufvermögens. Bei niedrigerem beizulegendem Zeitwert ist zwingend eine Abschreibung der Option vorzunehmen. Werterhöhungen dürfen nach der Neu regelung des § 253 Abs . 5 Satz 1 HGB nicht beibehalten werden. Bei Ausübung der Put-Option verfällt das Optionsrecht. Es entsteht in Höhe des Buchwertes in der GuV anzusetzende sonstige betriebliche Aufwendungen. Gleichzeitig entsteht ein Abgang der Optionsobjekte zu dem vereinbarten Basis preis. Bei dem anzunehmenden Regelfall, dass der Basispreis über dem Buch wert der Optionsobjekte liegt, entsteht gleichzeitig ein Veräußerungsgewinn, der in der GuV unter dem Posten "Erträge aus Wertpapieren" auszuweisen ist . Bei Glattstellung, d.h. bei Schließung einer offenen Position, verkauft der Käu fer eines Put einen Put mit gleichen Bedingungen. Der dabei erzielte Options preis ist mit dem aktivierten Optionsrecht zu verrechnen. Ein Unterschiedsbetrag ist in der Gu V des Käufers und Verkäufers erfolgswirksam anzusetzen. 142 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens Beispiel 12: Optionen Am 2. 1 . 1 0 erwirbt d ie A AG 1 0.000 Call-Optionen (amerikanisch) auf die Aktie der B AG zu einem Preis von 2 € je Stück zuzüglich Gebühren von 250 € . Der Basispreis beträgt 1 25 €. Zum 30.4. 1 0 übt die A AG das Optionsrecht aus; Maklerprovision und Spesen 6 Tsd. €. 1 . Es sind die Anschaffungskosten der 1 0.000 B-Aktien zu bestimmen, wenn der Kurs der Option bei Ausübung 1 5 € pro Stück beträgt, und die Aktie an der Börse mit 1 40 € notiert wird. Am 20. 1 1 . 1 0 erwirbt die A AG zur Absicherung eines Teils ihres Bestands an B-Aktien 7 .500 Put-Optionen zu einem Preis von 3 € je Stück bei einem Basispreis von 1 3 5 €; Gebühren 300 €. Zum 3 1 . 12 . 1 0 wird die B-Aktie mit einem Kurs von 1 50 €, die Put-Option mit 0,50 € notiert. 2 . Es ist die Bilanzierung der Put-Optionen und der B-Aktien in der lahresbilanz der A AG zum 3 1 . 12 . 1 0 darzustel len. Dabei sind hinsichtlich der Bewertung die Fälle ( l ) der Einzel bewertung, (2) der Bildung von Bewertungseinheiten und (3) der Bewertung zum Zeitwert zu unterscheiden. 111. Financial Futures 1 . Begriff der Financial Futures Financial Futures sind hinsichtlich Nominalbetrag, Laufzeit und Basiswert stan dardisierte, an Terminbörsen mit Clearing-System gehandelte Finanzterminkon trakte. Diese sind durch die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf von Fremd währung (Currency Futures), von Zinsinstrumenten (lnterest Rate Futures) und von Aktienindizes (Stock Index Futures) gekennzeichnet. Der Handel in Financial Futures findet an speziell dafiir vorgesehenen Börsen, z.B . an der Europäischen Terminbörse (EuTB), statt. Hauptwesensmerkmal der Financial Futures ist die Standardisierung der Kon trakte hinsichtlich Basiswert, Kontraktgröße, Liefermonat, maximale Laufzeit und Abwicklungsmodus. • Basiswert kann ein lieferbarer Handelsgegenstand, z.B . ein Wertpapier, eine Geldanlage, ein Fremdwährungsbetrag, oder ein nicht lieferbarer Handelsge genstand, z.B. ein Aktienindex oder ein Rentenindex, sein. Der Basiswert wird qualitativ genau charakterisiert. So liegt z.B . den langfristigen Bund Futuren der EuTB eine fiktive Bundesanleihe mit einer Nominalverzinsung von 6 % und einer Restlaufzeit von 8,5 bis 1 0 Jahren zugrunde. • Die Kontraktgröße gibt den Wert einer Kontrakteinheit an; diese beträgt z.B . fiir den langfristigen Bund-Future 1 00 .000 € . Alle Transaktionen müs sen auf die vorgegebene Kontraktgröße oder ein Vielfaches davon lauten. • Eine Erfüllung der Futures ist nur in bestimmten Liefermonaten möglich, z.B. fiir den europäischen Bereich an der EuTB in den Monaten März, Juni, September und Dezember. G. Derivative Finanzinstrumente 143 • Die maximale Laufzeit der Futures ist festgelegt; sie beträgt z.B . an der EuTB 9 Monate. • Der Abwicklungsmodus regelt, welche Werte bei einer physischen Andie nung der Basiswerte lieferbar sind, bzw. ob eine Abwicklung nur in bar er folgen kann, wie z.B . beim Dax-Future der EuTB . Die Clearing-Stelle ist nicht nur Abrechnungsstelle, sondern auch selbst Kontra hent zwischen Anbieter und Nachfrager. Damit wird das Erfullungsrisiko der Käufer bzw. Verkäufer von Financial Futures auf die Bonität des Clearing Hauses beschränkt. Für Käufer und Verkäufer von Financial Futures, die nicht Abrechnungsteilnehmer der Clearing-Stelle sind, verbleibt ein Bonitätsrisiko bezüglich des zwischengeschalteten Broker-Hauses oder des mit der Abrechnung beauftragten Börsenmitgliedes. Sowohl Käufer als auch Verkäufer sind beim Abschluss eines Financial Future verpflichtet, einen zinslosen Einschuss (Initial Margin) in Geld oder Wertpa pieren als Sicherheit an das Clearing-Haus zu leisten. Die Höhe der Initial Mar gin variiert in der Regel zwischen 2 und 1 0 % des Kontraktwertes . Sie hängt ab von der Kontraktart, der Volatilität des Basiswertes und den Marktteilnehmem. Die Wertentwickiung der offenen Position wird börsentäglich den Margin Konten (Margin Accounts) gutgeschrieben bzw. belastet (Variation Margin). Führt die Abbuchung von Verlusten aus dem Financial Future aufgrund von Preisbewegungen offener Positionen bei einem Teilnehmer zu einem Unter schreiten der Margin-Untergrenze (Maintenance Margin), müssen von dem ent sprechenden Teilnehmer Nachschusszahlungen erbracht werden. Teilnehmer an Futures-Märkten sind im wesentlichen Hedger und Trader: • Ein Hedger ist ein Marktteilnehmer, der einen Vermögenswert oder eine finanzielle Verpflichtung durch eine kompensatorische Futures-Position (Hedge-Position) absichert. • Ein Trader ist ein Marktteilnehmer, der mit dem Kauf oder Verkauf von Futures-Kontrakten auf eine bestimmte Kursentwicklung spekuliert. 2. Bilanzierung offener Futures-Positionen a) Grundgeschäft offener Futures-Positionen Dem Financial Future liegt ein Kaufvertrag im Sinn eines zweiseitig verpflich tenden gegenseitigen Vertrags zugrunde, der auf den Kauf (Future Long Positi on) oder auf den Verkauf (Future Short Position) eines Future-Kontrakts zu einem vereinbarten Preis fur den Basisgegenstand gerichtet ist. Während der Vertragslaufzeit erfolgt keine Lieferung des Basisgegenstandes; d.h . , für Käufer und Verkäufer liegt ein schwebendes Geschäft vor, das nicht bi lanzierungsfähig ist. 144 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens Zum Zeitpunkt des Abschlusses des Grundgeschäftes kann angenommen wer den, dass sich Ansprüche im Sinn der nach der Verpflichtung gegenüber Dritten zu erbringenden Leistung und der von Dritten zu erbringenden Gegenleistung ausgeglichen gegenüberstehen; d.h., zum Zeitpunkt des Abschlusses des Grund geschäfts gilt die Annahme des Ausgeglichenheitsprinzips. Während der Laufzeit des Financial Future tritt in der Regel eine Abweichung der Ausgeglichenheit von Leistung und Gegenleistung auf. Übersteigt die eige ne zu erbringende Leistung die Gegenleistung, besteht die Verpflichtung zur Pas sivierung einer Rückstellung rur drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen Leistung und Gegenleistung. Im Ein zelnen bemisst sich der Unterschiedsbetrag nach der Differenz zwischen Stich tagskurs und Abschlusskurs der Kontrakte multipliziert mit der Anzahl der dem schwebenden Geschäft zugrunde liegenden Kontrakte. b) Initial Margin offener Futures-Positionen Mit Vertragsabschluss ist der Käufer und der Verkäufer eines Financial Future verpflichtet, einen zinslosen Einschuss, d.h. den Initial Margin, in Geld oder in Wertpapieren als Sicherheit für die Erfüllung ihrer Verpflichtungen an das Clearing-Haus der Terminbörse zu leisten. Bei Glattstellung oder Errullung des Kontrakts zahlt diese die Sicherheitsleistung zurück bzw. gibt das hinterlegte Pfand frei . Wird der Initial Margin in bar erbracht, ist er zur Gewährleistung seiner Erfolgs neutralität sowohl beim Käufer wie beim Verkäufer eines Financial Future zu aktivieren. Der Ausweis erfolgt im Umlaufvermögen unter dem Posten "sonstige Vermögens gegenstände" . Für Ansatz, Ausweis und Bewertung des Initial Margin gelten die folgenden Grundregeln: . • Wird der Initial Margin durch Verpfändung von Wertpapieren erbracht, verbleiben die Wertpapiere im rechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum des die Sicherheit leistenden Teilnehmers. Ansatz und Ausweis der Wertpapiere werden von der S icherheitsleistung nicht berührt. Sie sind von dem die Si cherheit leistenden Teilnehmer weiterhin im Anlagevermögen bzw. im Um laufvermögen anzusetzen. Die Bewertung des Initial Margin ist auch unab hängig von der täglichen Entwicklung der Kontraktnotierung. • Eine Neubewertung des Initial Margin wird nur dann vorgenommen, wenn die Terminbörse eine Anpassung des Initial Margin vorsieht, sobald sich die Volatilität des Futures-Kurses aufgrund der Marktentwicklung verändert. Der Initial Margin ist dann in Höhe des neuen Rückforderungsanspruches gegenüber der Clearing-Stelle zu bewerten. Die Wertänderung erfolgt im Zu sammenhang mit zusätzlichen Einzahlungen bzw. Erstattungen der Finanz terminkontrakte abgeschlossenen Unternehmens. G. Derivative Finanzinstrumente 145 c) Variation Margin offener Futures-Positionen Die Wertentwicklung von Futures-Kontrakten wird von der Clearing-Stelle bör sentäglich den gefiihrten Margin-Konten gutgeschrieben oder belastet (Variation Margin). Im Gegensatz zum Initial Margin, der den Charakter einer Sicherheitsleistung hat und daher immer erfolgsneutral ist, bieten sich fiir den Variation Margin als Al ternativen die erfolgswirksame und die erfolgsneutrale Behandlung an. • Der erfolgswirksame Ansatz vor Glattstellung oder Erfiillung des Financial Future bedeutet nach deutschem Bilanzrecht einen Verstoß gegen das Reali sationsprinzip, da sie zum Ausweis von noch nicht realisiertem Gewinn fiihrt. Insoweit lehnt die h.M. zu Recht die erfolgswirksame Behandlung gut geschriebener Variation Margins ab. • Der erfolgsneutrale Ansatz enthält mehrere Ausweisalternativen. Die h.M. geht davon aus, dass Variation Margins, soweit sie gutgeschrieben werden, unter den Posten "flüssige Mittel" und "sonstige Verbindlichkeiten", soweit sie belastet werden, unter den Posten "sonstige Vermögens gegenstände" und "flüssige Mittel" ,oder in beiden Fällen auf einem gesonderten, erfolgsneut ralen Margin-Konto auszuweisen werden. Für die Bewertung des Variation Margin stellen sich keine Probleme. Die gutge schriebenen bzw. belasteten Beträge sind mit dem Nominalwert des Margin Kontos zu bewerten. Am Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung des Variation Margin zum aktuellen Wert des Margin Account. Strittig ist, ob die Antizipation von drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften auch durch eine Abschreibung des aktivierten Variation Margin vor genommen werden kann, oder ob die Antizipation nur über die Passivierung der entsprechenden Rückstellung zulässig ist. Das von der h .M. vertretene letztge nannte Vorgehen hat den Vorteil des vollständigen Ausweises des aktivierten Variation Margin. Es entspricht der generell zu befiirwortenden Auffassung, nach der Bruttoausweise in der Bilanz und der Gu V informativer sind als der Nettoausweis . d) Maintenance Margin offener Futures-Positionen Der Maintenance Margin gibt die von der Clearing-Stelle festgelegte betragsmä ßige Mindesthöhe der zur Sicherheit zu leistenden Geldbeträge oder Wertpa pierbeträge an, die der Initial Margin während der Laufzeit einer Finanztermin kontraktposition nicht unterschreiten soll . Treten bei einem der Teilnehmer an einem Financial Future Kursverluste ein, die die festgelegte Grenze des Maintenance Margin unterschreiten, wird der Kon traktteilnehmer aufgefordert, einen Nachschuss auf das Sicherheitskonto ein zuzahlen oder weitere Sicherheiten, z.B . Wertpapiere, bei der Clearing-Stelle zu 146 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens hinterlegen, damit der Initial Margin wieder erreicht wird. Die zu leistenden Si cherheiten sollen vermeiden, dass die Teilnehmer Financial Futures Geschäfte in einem Umfang abschließen, der ihre finanziellen Möglichkeiten überschreitet. 3 . Bilanzierung bei Abwicklung offener Futures-Positionen a) Glattstellung offener Futures-Positionen Werden Futures in Form der Glattstellung durch den Abschluss ausdrücklich ge genläufiger Geschäfte (Closing) abgerechnet, entfallen die gegenseitigen Rechte und Pflichten. Grundsätzlich werden zu diesem Zeitpunkt die erhaltenen und die gezahlten Va riation Margins in voller Höhe erfolgswirksam und sind entsprechend zum Zeit punkt der Glattstellung in der GuV des Teilnehmers als sonstige betriebliche Er träge oder als sonstige betriebliche Aunvendungen anzusetzen. b) Lieferung und Abnahme offener Futures-Positionen Wird ein Futures-Kontrakt errullt, sind die dem Kontrakt zugrunde liegenden Basisgegenstände entsprechend der Futures-Position zu liefern oder abzu nehmen. Es entstehen beim Käufer Anschaffungskosten für die übernommenen Vermögensgegenstände, z.B . die dem Financial Future zugrunde liegenden Wert papiere. Die Anschaffungskosten der übernommenen Vermögensgegenstände erge ben sich rur die beteiligten Vertragspartner aus dem Kurs des dem Kontrakt zugrunde liegenden Basisgegenstandes (Settlement Price) zum Stichtag der Lie ferung bzw. der Abnahme zuzüglich bzw. abzüglich der bis dahin angefallenen Belastungen bzw. Gutschriften auf dem Variation Margin-Konto. Sie entspre chen dem ursprünglich von dem beteiligten Vertragspartner vereinbarten Preis. Damit errechnen sich die Anschaffungskosten des Basisgegenstandes aus : • dem in Rechnung gestellten Betrag, der dem Kurs des Basisgegenstandes zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Abnahme entspricht (Settlement Price zum Zeitpunkt der Lieferung, Closing Price) zuzüglich den Variation Mar gins, oder • dem ursprünglich vereinbarten Preis. Beispiel 13: Financial Future Die A AG hat im Jahr 1 0 eine zehnjährige Anleihe des Bundes von nominell 2,5 Mill. € mit einer Verzinsung von 6 % zu pari erworben. Aufgrund des gefallenen Marktzinssatzes notiert die Anleihe zum 1 . 1 0. 1 0 mit 1 1 6. Die A AG möchte den Kursgewinn von 1 6 je 1 00 € nicht realisieren. Stattdessen soll der Kursgewinn durch ein Geschäft über den Verkauf von 1 0 Bund Futures mit der Kontraktgröße von zusammen 2,5 Mill. €, Laufzeit 9 Monate, Basispreis 1 1 6 € G. Derivative Finanzinstrumente 147 gesichert werden. Der zu leistende Initial Margin beträgt 4 % des Kontraktwertes; er wird in Geld geleistet. Die Wertentwicklung des Bund-Future bis zum Jahr 1 1 wird (bei starker Zusammenfassung von Abrechnungsterminen) vereinfacht ftir die im Folgenden angeftihrten Zeitpunkte dargestellt: 1 5 . 1 0. 1 0 1 1 6,8 ; 3 1 . 1 0. 1 0 1 1 7,25; 1 5 . 1 1 . 1 0 1 1 7,80; 30. 1 1 . 1 0 1 1 6,45 ; 1 5 . 1 2. 1 0 1 1 5,70; 3 1 . 1 2. 1 0 1 1 5,0; 3 1 .3 . 1 1 1 1 4,4. 1 . Es ist die buchtechnische Behandlung des Financial Future bei der A AG im Jahr 1 0 darzu stellen. 2 . Es ist die bilanzielle Wirkung des Financial Future bei Zugrundelegung der Glattstellungs fiktion zum 3 1 . 12 . 1 0 aufzuzeigen. 3 . Es ist bilanzielle Wirkung des Financial Future bei Ausübung zum 3 1 .3 . 1 1 darzustellen. 4. Für die angegebenen Daten ist die gewinnmaximale Entscheidung der A AG zu bestimmen. IV. Swapgeschäfte 1 . Begriff und Gegenstand von Swapgeschäften Als Swap bezeichnet man den Tausch von Zahlungsforderungen oder von Zahlungsverbindlichkeiten zwischen Vertragspartnern in der Weise, dass die Vertragspartner in den Genuss komparativer Marktvorteile, primär in Zins und Währungsvorteile, kommen. Im Allgemeinen unterscheidet man Swaps von Vermögenspositionen (Asset Swaps), z.B . Tausch von Forderungen und Swaps von Verbindlichkeiten (Lia bility-Swaps). Bezüglich der Gegenstände von Swapgeschäften lassen sich vor allem die fol genden Gruppen unterscheiden. • Zins-Swap (lnterest Rate Swap): Beim Zins-Swap kommt es zu einem Tausch von festen und variablen Zinsverpflichtungen auf einen Kapital betrag für einen bestimmten Zeitraum. Dabei muss kein effektiver Tausch der Zinszahlungen stattfinden. Zu den vereinbarten Zahlungszeitpunkten können Ausgleichszahlungen, z .B. in Höhe der Differenz zwischen festem und variablem Zinssatz, geleistet werden. Kapitalforderungen werden durch den Zins-Swap nicht begründet. Beim Zins-Swap können aber auch aus schließlich variable Zinsverpflichtungen getauscht werden. In diesem Fall spricht man von Basis Rate Swapo • Währungs-Swap (Currency Swap): Bei einem Währungs-Swap werden For derungen oder Zahlungsverpflichtungen in unterschiedlichen Währungen einschließlich der damit verbundenen Zinszahlungen getauscht. Nach Ab lauf der Vereinbarung erfolgt der Rücktausch der Beträge zum ursprünglich vereinbarten, entsprechend des nach dem BilMoG eingeführten § 256a HGB als Devisenkassamittelkurs der beiden Währungen. 148 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens • Kombinierter Zins-Währungs-Swap (Cross Currency Interest Rate Swap). Dabei werden feste und variable Währungspositionen gleichfalls nach dem Devisenkassamittelkurs getauscht. Swapgeschäfte werden abgeschlossen, wenn die beteiligten Vertragspartner über die Geschäfte günstigere Konditionen für Forderungen und Verbindlichkeiten erhalten. Dies ist z.B . bei zwei Vertragspartnern dann möglich, wenn sie aus dem Swapgeschäft Konditionsvorteile auf den in Betracht kommenden Finanzmärkten erzielen können. Benötigt z.B. ein deutsches Unternehmen A einen Dollarkredit, ein US-amerikanisches Unternehmen B einen Eurokredit und hat A bessere Eu ro-Konditionen und B besserte US-Dollar-Konditionen, so ist es rur beide vor teilhaft, wenn A einen Euro-Kredit, B einen US-Dollar-Kredit aufnimmt und beide die Kredite tauschen. Für die Bilanzierung von Swapgeschäften ist von Bedeutung, ob dem Swapge schäft eine Anfangstransaktion zugrunde liegt, z.B . in der Form von Tausch von Verbindlichkeiten in unterschiedlicher Währung (Währungs-Swap, Currency Swap), oder Swapgeschäfte ohne Anfangstransaktionen vorliegen, wie bei dem Zins-Swapo 2. Bilanzierung von Zins-Swaps a) Grundgeschäft und Zins-Swaps Als Ausgangssituation für den Abschluss eines Zins-Swap wird unterstellt, dass jeder der beiden Kontrahenten A und B für denselben Zeitraum von einem Gläu biger X oder von verschiedenen Gläubigem Y und Z der gleiche Kapitalbetrag aufgenommen wird. Dabei leistet z.B . der eine Kontrahent A feste Zinszahlungen der Kontrahent B variable Zinszahlungen. Als Grundgeschäft bestehen bei beiden Vertragspartnern A und B Darlehens verbindlichkeiten über den gleichen Betrag in gleicher Währung, z.B . in Euro oder in US-Dollar. Die Grundgeschäfte unterscheiden sich lediglich darin, dass bei dem Vertragspartner A feste Zinsen, bei dem Vertragspartner B variable Zinsen zu leisten sind. In Bezug auf die Zinsentwicklung haben die beiden Kontrahenten A und B kont räre Erwartungen. Zur Erfüllung dieser Erwartungen vereinbaren sie, sich gegen seitig Zahlungen zu leisten, die auf den Zinskosten des jeweiligen Vertragspart ners basieren. Die Übernahme der Zinsverpflichtungen und die gegenseitigen Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar: • Durch die Swapvereinbarung übernimmt z.B . der Vertragspartner A mit fes ter Zinsverpflichtung die variablen Zinsen des Vertragspartners B; B im Ge genzug die Festzinsverpflichtungen des A. • Die Kapitalbeträge werden nicht getauscht, da sie der Höhe nach identisch sind. Getauscht wird ausschließlich der Zinsaufwand. Fallen die Zinszah- G. Derivative Finanzinstrumente 149 lungen der Vertragspartner A und B auf den gleichen Zeitpunkt, leistet nicht jeder die volle Höhe des j eweiligen Zinsaufwands. Es wird lediglich die Dif ferenz zwischen dem festen und variablen Zinssatz ausgeglichen. b) Ansatz und Ausweis von Zins-Swaps Der Zins-Swap stellt bilanziell rur beide Vertragspartner ein schwebendes Dau erschuldverhältnis dar. Die Zins-Swap Vereinbarung ist ein von beiden Seiten unerrullter Vertrag mit den periodisch (z.B . monatlich oder jährlich) zu erbrin genden Leistungen über den vereinbarten Zeitraum der Kreditgeschäfte der Ver tragspartner. Das schwebende Dauerschuldverhältnis ist entsprechend dem Bi lanzierungsgrundsatz bei beiden Vertragsparteien nicht bilanzierungsfähig. Bei Abschluss des Zins-Swap Geschäftes ist davon auszugehen, dass Leistung und Gegenleistung gleich hoch sind. Dies kann sich während der Laufzeit des Vertrags ändern. Es entspricht dem Regelfall, dass der Wert der erbrachten Leis tung des einen Vertragspartners den Wert der empfangenen Gegenleistung über steigt. Dies ist z.B . der Fall, wenn von einem Vertragspartner die Verpflichtung zu variabler Zinszahlung übernommen worden ist und sich die variablen Zinssät ze erhöhen. Gleiches gilt, wenn von einem Vertragspartner die Verpflichtung zur Zahlung eines Festzinses übernommen worden ist und der variable Zinssatz sinkt. Übersteigt der Wert der zu erbringenden eigenen Leistung des einen Vertrags partners den Wert der empfangenen Gegenleistung, entstehen sonstige betriebli che Aufwendungen, die nicht durch sonstige betriebliche Erträge ausgeglichen werden können. Bei dem davon betroffenen Vertragspartner ist in Höhe der er warteten Differenz eine Rückstellung rur drohende Verluste aus schwebenden Geschäften nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB anzusetzen. c) Bewertung von Zins-Swaps Die Bewertung der Rückstellung rur drohende Verluste aus schwebenden Ge schäften erfordert die Schätzung der in den Perioden des Vertragszeitraums vor aussichtlich auftretenden, auf Grund des Swapgeschäftes gegenüber den ur sprünglichen Zinsen erhöhten Zinsaufwendungen. Im Schrifttum besteht keine Einigkeit rur die Ermittlung der Rückstellungshöhe. Vor allem ist strittig, ob die Rückstellungsbildung nur bis zum nächsten Zinsan passungszeitraum, z.B. Monat, Quartal oder Jahr, vorzunehmen ist oder fiir die gesamte Laufzeit des Zins-Swap Geschäftes gilt. Unter Zugrundelegung der Be wertungsregeln für mehrjährige unsichere Verpflichtungen kann auf die Verän derung des Zinssatzes nur abgestellt werden, wenn diese dem Zeitpunkt und der Höhe nach feststeht. Ansonsten ist der Ermittlung der Rückstellungshöhe die ge samte noch offene Laufzeit des Swapgeschäftes zugrunde zu legen. 1 50 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens 3. Bilanzierung von Währungs-Swaps a) Grundgeschäft und Währungs-Swaps Wie angeführt werden beim Währungs-Swap Verbindlichkeiten zwischen zwei Unternehmen mit unterschiedlichem Währungssitz in unterschiedlichen Währun gen ausgetauscht. Daher müssen beim Währungs-Swap, anders als beim Zins Swap, auch die Verbindlichkeiten berücksichtigt werden. Beide Verbindlichkei ten können bei abweichender Währung einen festen Zinssatz oder einen variab len Zinssatz haben. Die Verbindlichkeiten werden zu Beginn der Laufzeit der Swapvereinbarung nach dem durch das BilMoG neu eingefügten § 256a HGB zum Devisenkassa mittelkurs ausgetauscht. Am Ende der Laufzeit werden die Verbindlichkeiten zurückgetauscht und zwar zum historischen Devisenkassamittelkurs. Damit werden genau die gleichen Beträge, die zu Beginn ausgetauscht wurden, am En de der Laufzeit zurückgetauscht. Durch den Tausch der Verbindlichkeiten zu Beginn und zum Ende der Laufzeit des Vertrags zum selben Devisenkassamittel kurs entsteht beim Währungs-Swap kein Währungsrisiko. Darin unterscheiden sich Währungs-Swap und Devisen-Swap. Bei letzterem kann der Devisenkassamittelkurs zu Beginn und zum Ende der Laufzeit des Ver trags für den Tausch der Verbindlichkeiten voneinander abweichen. Beim Währungs-Swap werden sowohl die Verbindlichkeiten als auch die jewei ligen Zinszahlungsverpflichtungen in den betreffenden Währungen getauscht. Für den Währungs-Swap lassen sich mit Blick auf die B onität der Vertragspart ner die folgenden Fälle unterscheiden: • Bei gleicher Bonität übernimmt jeder der Swap-Partner die Verpflichtung fiir die Zinszahlung des anderen Partners. Am Ende der Laufzeit des Swap geschäftes werden die Anleiheverbindlichkeiten zwischen den Swap Partnern zum ursprünglichen Devisenkassamittelkurs zurückgetauscht. • Bei Swap-Partnern mit unterschiedlicher Bonität ist davon auszugehen, dass der Swap-Partner mit der größeren Bonität seine Position dafiir einset zen wird, überproportional an dem komparativen Vorteil des Swapgeschäftes zu partizipieren. b) Ansatz und Ausweis von Währungs-Swaps Die bilanzielle Behandlung der Übertragung der Verbindlichkeiten beim Wäh rungs-Swap ist abhängig von der rechtlichen Einordnung. Im Schrifttum wer den die folgenden Auffassungen vertreten: • Von einer Seite wird der Währungs-Swap als wechselseitige, verzinsliche Darlehensgewährung mit Hingabe flüssiger Mittel Kapitalhingabe, Zins zahlung und Kapitalrückgabe interpretiert. Daraus wird nach den Ansatz- G. Derivative Finanzinstrumente 1 5 1 grundsätzen des § 246 Abs . 1 HGB sowohl die Verpflichtung zur Aktivie rung einer Forderung gegen den Vertragspartner als auch die Passivierung einer Verpflichtung als Verbindlichkeit gegenüber dem Vertragspartner ab geleitet. • Nach h.M. wurden bislang in einem Währungs-Swap rechtlich getrennte Ge schäfte gesehen, nämlich ( l ) einen Devisenkassakauf (Erwerb fremder Währung), (2) einen Devisenterminverkauf (Veräußerung fremder Wäh rung), wobei Devisenkassakauf und Devisenterminkurs identisch sind, und (3) ein Zinstausch mit unterschiedlichen Währungen. Aus dem Konzept der h.M. ergibt sich, dass zwischen den Vertragspartnern keine bilanzierungsfähigen Forderungen oder Verbindlichkeiten begründet werden, da es an dem Vorliegen von Vermögens gegenständen und Schuldet fehlt. Die Anfangsübertragung des flüssigen Mittel und der entsprechenden Ver bindlichkeiten sowie der Rücktausch werden als schwebendes Geschäft interpre tiert, die grundsätzlich nicht bilanzierungsfahig sind. Notwendig ist allerdings bei Vorliegen der Voraussetzungen der Ansatz einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Dies gilt, wenn man die Übertragung des Kapitals und der entsprechenden Verbindlichkei ten als Einzelgeschäfte interpretiert. Nach dem Imparitätsprinzip wären bei der angetUhrten Annahme Kursverluste zu berücksichtigen, wenn sich die Währungsrelation zwischen den dem Vertrag zugrunde liegenden Währungen zu Lasten eines Unternehmens entsprechend verändert. Tatsächlich sind j edoch Kapital- und Darlehensgeschäft als eine Be wertungseinheit anzusehen. Aus dieser Sicht können beim Währungs-Swap kei ne währungs bezogenen Drohverlustrückstellungen angesetzt werden. Für die bilanzielle Behandlung der Zinstransaktionen beim Währungs-Swap gelten die AustUhrungen zum Zins-Swapo Auch hier handelt es sich um Ansprü che und Verpflichtungen aus einem schwebenden Dauerschuldverhältnis, die zunächst nicht bilanziell erfasst werden. Eine Rückstellung tUr drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wird al lerdings aufgrund der vereinbarten Zinssätze angenommen, wenn der Marktzins einer der tUr den Vertrag relevanten Währungen gegenüber dem vereinbarten Zinssatz sinkt. Ein drohender Verlust liegt nach der vertretenen Auffassung dann vor, wenn die zu zahlenden Zinsen in der getauschten Währung unter Zugrunde legung der Bonität des Anleiheschuldners nicht mehr marktgerecht sind. Dem wird hier aus grundsätzlicher Sicht der Rückstellungsbildung tUr Drohverluste nicht gefolgt. 1 52 Zweiter Teil: Bilanzierung der Gegenstände des Anlagevermögens Beispiel 14: Zins-Swap Am 2. 1 . 1 0 hat die A AG eine Floating Rate Note (FRN) im Nennbetrag von 20 Mill. €, Laufzeit 5 Jahre mit einem Zinssatz von "FIBOR + 1 ,5 %" emittiert. Die Zinsen sind nachschüssig je weils zum 3 1 . 12 . zu zahlen. Anschließend schließt die A AG einen Swapkontrakt mit gleicher Laufzeit ab, der den Aus tausch der aus der FRN entstehenden Zinsverpflichtung gegen eine feste Zahlungsverpflichtung der A AG in Höhe von 8 % vorsieht. Der FIBOR wurde am 2. 1 . 1 0 mit 6 %, am 3 1 . 1 2. 1 0 mit 6,25 % und am 3 1 . 1 2. 1 1 mit 6,95 % festgestellt. Für Veränderungen des FIBOR während eines Jahres ist der Zinsermittlung der Mittelwert von Jahresanfang und Jahresende zugrunde zulegen. 1 . Es sind die Auswirkungen der angeführten Sachverhalte im Jahresabschluss der A AG zum 3 1 . 1 2. 1 0 aufzuzeigen. 2 . Es sind die Auswirkungen der angeführten Sachverhalte im Jahresabschluss der A AG zum 3 1 . 1 2. 1 1 aufzuzeigen. Beispiel 15 : Zins-Währungs-Swap Die A AG mit Sitz in Deutschland beabsichtigt eine Investition in den USA zum Teil mit der Aufnahme eines Kredits in den USA in Höhe von 1 5 Mill. US-$ zu finanzieren. Für den aufzu nehmenden Kredit wird der in den USA nicht bekannten A AG ein Zinssatz von 1 1 ,75 % p.a. verlangt; Unternehmen mit gutem Ranking und Sitz in den USA erhalten Investitionskredite zu einem Zinssatz von 8 % p.a. Gleichzeitig beabsichtigt ein Unternehmen B mit Sitz in den USA in Deutschland eine Investiti on in Höhe von 1 2 Mill. Euro durch Kreditaufnahme in Deutschland zu finanzieren. Der gefor derte Zinssatz ist 7,75 % p.a. ; die A AG kann in Deutschland Kredite mit einem Zinssatz von 7,5 % aufnehmen. Die A AG schließt mit B einen Swap-Vertrag, nach dem das Unternehmen B in den USA einen Kredit in Höhe von 1 5 Mill. US-Dollar zu einem Zinssatz von 8 % p.a. aufnimmt und den Be trag an die A AG weiterreicht, während die A AG in Deutschland einen Kredit in Höhe von 1 2 Mill. Euro mit einem Zinssatz von 7,5 % p.a. aufnimmt und den Betrag an B weiterreicht. Durch das Swap-Geschäft entsteht ein Zinsvorteil bei dem Dollar-Kredit von 3 ,75 %, bei dem Euro-Kredit von 0,25 %, d.h. von zusammen 4 %. Bei den Verhandlungen über die Aufteilung des Zinsvorteils erhält die A AG 1 %, das Unternehmen B 3 %. Die Kreditaufnahmen erfolgen am 1 . 1 . 1 0; der Devisenkurs ist: 1 € = 1 ,25 US-$. Es wird verein bart, dass Änderungen des Devisenkurses zu Lasten des jeweils Verpflichteten gehen. Steigt der Kurs des US-$, ist dies die A AG. Da diese Entwicklung den Vorgaben aus dem Beispiel ent spricht, trifft sie die Belastung aus der Erhöhung des Devisenkurses. 1 . Es sind die Auswirkungen der angeführten Sachverhalte im Jahresabschluss der A AG zum 3 1 . 1 2. 1 0 aufzuzeigen. 2. Im Jahr 07 ist der Devisenkurs 1 € = 1 ,2 US-$. Es sind die Auswirkungen der angeführten Sachverhalte im Jahresabschluss der A AG zum 3 1 . 12. 1 1 aufzuzeigen.

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Zusammenfassung

Dieses Werk ist als Lehrbuch und Nachschlagewerk konzipiert. Es beinhaltet eine umfassende und problembezogene Darstellung der Konzernrechnungslegung. Hierzu werden die Ausführungen durch eine Vielzahl von Beispielen vor allem im Bereich der Konsolidierung mit vorgeschlagenen Lösungen ergänzt. Die Interpretationen der Vorschriften des HGB zur Konzernrechnungslegung werden durch die Aufnahme der Regelungen der einschlägigen internationalen Standards ergänzt.

Aus dem Inhalt:

- Grundsätze der Konzernrechnungslegung nach HGB

- Ansatz und Bewertung von Bilanzposten

- Voll- und Quotenkonsolidierung

- Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen

- Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Segmentberichterstattung

- Konzern-Eigenkapitalspiegel

- Konzernanhang und Konzernanlagebericht

Dieses Handbuch wendet sich an Studierende der Betriebswirtschaftslehre im Bereich der externen Rechnungslegung, an Praktiker im Rechnungswesen, an Wirtschaftsprüfer und an Examenskandidaten für die Prüfung zum Wirtschaftsprüfer.

Der Autor:

Prof. Dr. Gerhard Scherrer war bis zu seiner Emeritierung ordentlicher Professor an der Universität Regensburg und Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Financial Accounting and Auditing. Darüber hinaus war er mehrere Jahre Vorsitzender der Kommission Rechnungswesen im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft und Mitglied im Prüfungsausschuss für die Prüfungen von Wirtschaftsprüfern.