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Hinweise zu weiterführender Literatur in:

Werner Gleißner, Karsten Füser

Praxishandbuch Rating und Finanzierung, page 487 - 491

Strategien für den Mittelstand

3. Edition 2014, ISBN print: 978-3-8006-3876-5, ISBN online: 978-3-8006-3877-2, https://doi.org/10.15358/9783800638772_487

Series: Finance Competence

Bibliographic information
7. Anhänge474 • sorgfältige und regelmäßige Kontrolle der Finanzierungskosten • Beachtung der Effektivzinsen (8) Bereich: Liquidität • keine Liquiditätskontrolle • zu großzügige Gewährung von Kundenkrediten • Vernachlässigung des Mahnwesens • verspäteter Rechnungsausgang • unvertretbar hohe Entnahmen • keine Liquiditätsplanung • zu niedriger Lagerumschlag Abhilfemaßnahmen • sofortiger Rechnungsausgang nach Lieferung von Waren oder Beendigung einer Arbeit • Entnahmeplanung • Tätigen von Entnahmen nur in solchem Umfang, dass der Eigenkapitalaufbau nicht eingeschränkt wird und Reserven für substanzerhaltende Maßnahmen und notwendige Investitionen erhalten bleiben • laufende Überwachung der Kundenkredit- und Geldeingangsdauer • Einschränkung der Kundenkreditgewährung (z. B. Gewährung nur nach sorgfältiger Prüfung der Kreditwürdigkeit und bei angemessener Anzahlung) • Ausnutzung aller Skontierungsmöglichkeiten, selbst wenn dafür ein Kontokorrentkredit aufgenommen werden muss • rechtzeitige Berücksichtigung des Umstandes, dass Kunden in Krisenzeiten erfahrungsgemäß längere Zahlungsziele in Anspruch nehmen • Trennung von nicht benötigten Vermögensteilen zur Verbesserung der Liquidität • Ausgabenbegrenzung und strenge Kostenkontrolle • planvolle Reduzierung des Lagerbestandes mit dem Ziel einer Erhöhung des Lagerumschlages (sofern dadurch keine Sortimentslücken entstehen) Hinweise zu weiterführender Literatur Blum/Leibbrand (Hrsg.): Entrepreneurship und Unternehmertum – Denkstrukturen für eine neue Zeit, 2001 Das Buch zeichnet sich durch die klare Vorstellung vom Entrepreneur (innovativer Unternehmer) und damit dem Grundprinzip, „wie man ein Unternehmen denken muss“, aus. Es gibt einen umfassenden Einblick in dessen Aufgaben (Gründer sowie etablierte Unternehmer) aus ökonomischer Sicht, d. h. in der Synthese aus Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft. Damit entstehen Spannungsbögen von der Begriffsklärung über die Erfolgsfaktoren bis zu den Umfeldbedingungen, vom strategischen Verhalten über die Geschäftsplanung zum Risikomanagement, von der Finanzierung und der Förderpolitik über den erforderlichen Beitrag der Gemeinden zum Kompendium der juristischen Fragen, wie z. B. Arbeits-, Wettbewerbs- und Gesellschaftsrecht. Büschgen/Everling: Handbuch Rating, 2. Aufl age 2007 Das Standardwerk zum Thema „Rating“ stellt umfassend das Thema Rating – auch einiger wissenschaftlichen Grundlagen – dar. Ein Schwerpunkt sind dabei die Rating- Ansätze der internationalen Rating-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s. Rating- Hinweise zu weiterführender Literatur 475 Kriterien, der Rating-Prozess und bankenspezifi sche Aspekte werden dabei ebenso betrachtet wie rechtliche Grundlagen des Rating. Coenenberg/Salfeld: Wertorientierte Unternehmensführung. Vom Strategieentwurf zur Implementierung, Schäffer-Poeschel Verlag 2003 Wie überwindet man die Hürden von der wertorientierten Strategieentwicklung bis zu ihrer erfolgreichen Implementierung? Die Autoren verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit Anwendungen und Beispielen aus der Unternehmenspraxis. Führungskräfte erfahren, wie man den Wert eines Unternehmens durch ein maßgeschneidertes Wertsteigerungsprogramm rasch und nachhaltig steigern kann. Studenten werden an die anwendungsbezogenen Ansätze und Methoden der wertorientierten Unternehmensführung herangeführt.450 Everling: Certifi ed Rating Analyst, Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2008 Dies ist für Ratinganalysten das erste Lehr- und Lernbuch in deutscher Sprache. Auch international dürfte es kaum einen vergleichbaren Titel geben. Die Aufgaben des „Ratinganalysten“ haben zwar in den Finanzsystemen in Amerika, Asien, Europa und auch in Afrika ihren festen Platz, spiegeln sich aber kaum in der Literatur. Auf über 500 Seiten gibt dieses Rating-Buch eine kompakte Übersicht mit Lernzielen, Merksätzen, Zusammenfassungen und Übungsfragen. Mit 35 Autoren folgt es nicht einer einzelnen Lehrmeinung, sondern bildet die Pluralität ab, die auch für CRA-Ausbildungsgänge kennzeichnend ist.451 Füser: Intelligentes Scoring und Rating, 2001 Das Buch fasst erstmalig die Inhalte zahlreicher Projekte zur Entwicklung von Scoring-/Rating-Landschaften mit Hilfe neuronaler Netzwerke zusammen, die seitens der Ernst & Young Deutsche Allgemeine Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, in einer Reihe von Banken in den letzten Jahren initiiert und begleitet wurden. Es stellt damit im Rahmen der „Basel II“-Diskussion einen wichtigen Leitfaden für Banken und Unternehmen dar. Gleichwohl werden aus Banken- und Unternehmenssicht die wichtigsten Implikationen eines Ratings diskutiert. Füser: Modernes Management, 1997 Das Buch führt durch den Dschungel moderner Managementansätze und -theorien. Es charakterisiert die Portfolioanalyse, Lean Management, Business Reengineering, Zero-Base-Budgeting, Benchmarking, Kaizen, Total Quality Management, Target-Costing und viele andere Methoden. Gleißner/Everling: Rating Software Welche Produkte nutzen wem?, 2007 Das Buch befasst sich mit verschiedenen Fragestellungen rund um das Thema Rating-Software. In der ersten Hälfte des Buches wird der Leser für die Auswahl einer geeigneten Rating-Software sensibilisiert. Dabei werden nicht nur verschiedene Software-Pakete vorgestellt, sondern auch grundlegende Anforderungen und Aufgabenstellungen von Rating-Software erläutert. Der zweite Teil des Buches verlässt die ‚Software-Nutzer‘-Ebene. Hier werden zum Einen Rating-Anwendungen von Kreditinstituten vorgestellt und zum Anderen weitere Einsatzmöglichkeiten von Rating- Software diskutiert. Gleißner, Future Value, 2004 Wie gelingt es Unternehmen, angesichts turbulenter Umfeldbedingungen ihre Zukunft zu sichern? 450 Klappentext 451 http: //www.certifi ed-rating-analyst.de/58287%20Everling%20Certifi ed%20Rating%20Analyst. pdf 7. Anhänge476 Das Future-Value-Konzept ist ein einzigartiges integriertes Unternehmensführungskonzept. Es verbindet Instrumente zur Analyse von Unternehmen und Umfeld mit einem nachvollziehbaren Verfahren zur Entwicklung einer Unternehmensstrategie. Klare Messbarkeit von Unternehmenserfolg, Nachvollziehbarkeit und konsequenter Zukunftsbezug zeichnen ein wertorientiertes Management aus. Neben der fi nanziellen Dimension berücksichtigt dieser praxiserprobte Ansatz auch kulturelle Werte. Gleißner: Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen, 2. Aufl age 2011 Bei einer nicht sicher vorhersehbaren Zukunft lassen sich nicht alle Risiken vermeiden – aber die Planungssicherheit lässt sich verbessern und Risiken sollten bei unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Der Umgang mit Risiken ist die zentrale Herausforderung für jede Unternehmensführung. In diesem praxisorientierten Fachbuch werden Ihnen alle wichtigen Methoden der Risikoidentifi kation, der quantitativen Bewertung von Risiken, der Risikoaggregation und Risikobewältigung sowie die organisatorischen Strukturen von Risikomanagementsystemen für eine kontinuierliche Überwachung von Risiken vorgestellt. Dabei wird dargestellt, wie wesentliche Basisaufgaben für das Risikomanagement hocheffi zient im Rahmen von Controlling, strategischem Management und Budgetierung abgedeckt werden können. Hammel/Prahalad: Wettlauf um die Zukunft, 1994 Das Buch von Hammel und Prahalad, in dem die Idee der „Kernkompetenzen“ beschrieben wird, gilt inzwischen als Standardwerk. Untermauert mit einer Vielzahl von Fallbeispielen zeigen die beiden Autoren, welche Bedeutung die Kernkompetenzen für eine langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen haben und wie ein gezieltes Management dieser Kernkompetenzen im Unternehmen betrieben werden kann. Hammer/Champy: Business Reengineering, 1994 Auch wenn das Konzept der „Business Reengineering“ für europäische Verhältnisse sicherlich radikal ist, bleibt das Buch von Hammer und Champy sehr lesenswert. Die beiden Autoren zeigen anschaulich und nachvollziehbar, wie man die Geschäftsprozesse eines Unternehmens durch ein grundlegendes Überdenken effi zienter gestalten kann. Das Buch stellt einen Meilenstein dar auf dem Weg von der traditionellen funktionalen Organisation hin zu einer konsequenten Prozessorientierung. Horvath & Partners, Das Controllingkonzept, 2009 Das Taschenbuch von Horvath & Partner ist eine übersichtliche, gut geschriebene Einführung in das Controlling. Es deckt die wichtigsten Aufgabengebiete des Controlling ab und zeigt vor allem anschaulich – auch unterstützt durch Fallbeispiele – wie man in einem Unternehmen Controlling-Systeme auf- und ausbauen kann. Kaplan/Norton: Balanced Scorecard, 1997 Die von Kaplan und Norton entwickelte Idee der „Balanced Scorecard“ stellt einen Meilenstein auf dem Weg zu einer wirkungsvollen Vernetzung der Unternehmensstrategie mit dem operativen Management dar. Die Autoren erläutern leicht nachvollziehbar, wie bei einem Unternehmen mit einer Balanced Scorecard ein Kennzahlenund Managementsystem aufgebaut werden kann. Stärker als andere Bücher zum strategischen Management befassen sie sich mit der Umsetzung der Unternehmensstrategien. Meyer: Kundenbilanzanalyse der Kreditinstitute, 2000 Der Autor erläutert die Methode der Jahresabschlussanalyse und beschreibt die wichtigsten Kennzahlen. Sehr interessant ist der Vergleich der Analyseverfahren von 10 deutschen Banken bzw. Bankengruppen, der insbesondere verdeutlicht, auf welcher Informationsbasis gearbeitet wird. Hinweise zu weiterführender Literatur 477 Porter: Wettbewerbsstrategie, 2008 Michael Porter beschreibt in seinem Standardwerk die verschiedenen Methoden der Analyse von Branchen und Konkurrenten. Er zeigt dabei, wie man die jeweils relevanten Wettbewerbskräfte analysiert und damit die Attraktivität von Branchen bzw. Branchensegmenten fundiert bewertet. Darüber hinaus erläutert er auch, welche Wettbewerbsstrategien in Abhängigkeit der gegebenen Rahmenbedingungen und Kompetenzen des Unternehmens besonders aussichtsreich sind. Literaturverzeichnis Aaker, D. (1992), Management des Markenwerts, Frankfurt a. M. 1992 Albach, H. (1988), Maßstäbe für den Unternehmenserfolg, in: Henzler, H. A., Handbuch Strategische Führung, Wiesbaden 1988, S. 85–108 Albrecht, P./Maurer, R. (2008), Investment- und Risikomanagement. Modelle, Methoden, Anwendungen, 2008, 3. Aufl ., Stuttgart Almeida, H./Philippon, Th. (2007), The Risk-Adjusted Cost of Financial Distress, in: The Journal of Finance 2007, Volume 62, Issue 6, S. 2557–2586 Altman, E. I. (1984), A Further Empirical Investigation of the Bankruptcy Cost Question, in: The Journal of Finance, vol. 39, issue 4, S. 1067–1089 Amit, R./Wernerfelt, B. (1990), Why Do Firms Reduce Risk?, in: Academy of Management Journal, S. 520–533 Angermüller, N. O./Gleißner, W. (2011), Verbindung von Controlling und Risikomanagement: Eine empirische Studie der Gegebenheiten bei H-DAX Unternehmen, in: Controlling, 6/2011, S. 308–316 Ansoff, I. (1965), The New Corparate Strategy, New York 1965 Artzner, P./Delbaen, F./Eber, J./Heath, D. (1999): Coherent Measures of Risk, in: Mathematical Finance, vol. 9, issue 3, S. 203–228 Aschauer, M. (2008), Risiken erkennen – bevor es zu spät ist, Am Markt gibt es geeignete Tools für das Risikomanagement, in: Der Treasurer – Finance Sonderbeilage März 2008, S. 30–31 Auer, B. R. (2012), Können konsumbasierte Kapitalmarktmodelle den Querschnitt internationaler Aktienrisikoprämien erklären?, in: DBW, Heft 2/2012, S. 159–177 Baecker, P./Gleißner, W./Hommel, U. (2007), Unternehmensbewertung: Grundlage rationaler M&A Entscheidungen? Eine Auswahl zwölf wesentlicher Fehlerquellen aus praktischer Sicht, in: M&A Review, Heft 6/2007, S. 270–277 Baetge, J. (2004), Bilanzanalyse, 2. Aufl ., Düsseldorf 2004 Baetge, J. (2002), Die Früherkennung von Unternehmenskrisen anhand von Abschlusskennzahlen, in: Der Betrieb, Ausgabe 44, 2002, S. 2281–2287 Baetge, J./Jerschensky, A. (1996), Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Unternehmen mit Hilfe von modernen Verfahren der Jahresabschlußanalyse – Bilanzbonitäts-Rating von Unternehmen mit Künstlichen Neuronalen Netzen, in: Der Betrieb 1996, S. 1581–1591 Baetge, J./Jerschensky, A. (1999), Frühwarnsysteme als Instrumente eines effi zienten Risikomanagement und -Controlling, in: Controlling 1999, S. 171–176 Baetge, J./Huß, M./Niehaus, H.-J., Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens mit Hilfe der statistischen Jahresabschlußanalyse, in: Betriebswirtschaft liche Steuerungs- und Kontrollprobleme, hrsg. v. Lücke, W., Wiesbaden 1988, S. 19–31 Ballwieser. W. (1981), Die Wahl des Kalkulationszinsfußes bei der Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung von Risiko und Geldentwertung, in: BFuP, 33. Jg. (1981), S. 97–114 Ballwieser, W. (2008), Betriebswirtschaftliche (kapitalmarkttheoretische) Anforderungen an die Unternehmensbewertung, in: WPg, 61. Jg. (2008), Sonderheft 2008, S. 102–108 Ballwieser, W. (2011), Unternehmensbewertung: Prozess, Methoden und Probleme, 3. Aufl ., Stuttgart Bamberg, G./Dorfl eitner, G./Krapp, M. (2006), Unternehmensbewertung unter Unsicherheit: Zur Entscheidungstheorethischen Fundierung der Risikoanalyse, in: ZfB, 3/2006, S.  287– 307 Barlett, Chr. A./Ghoshal, S.  (1996), Arbeitsteilung bei der Globalisierung, in: Montgomery, C. A./Porter, M. E. (Hrsg.) (1996), Strategie, Wien 1996, S. 179–198 Bartsch, K. (2001), Haftungsrisiken der Unternehmensführung, in: Gleißner, W. (Hrsg.), Risikomanagement im Unternehmen, Augsburg 2001

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References

Zusammenfassung

Rating und Finanzierung unter Basel III

Mit Basel III hat der sogenannte Baseler Ausschuss ein neues Regelwerk mit Eigenkapitalvorschriften für Banken veröffentlicht, das ab 2013 schrittweise in Kraft tritt. Während Basel II vor allem die Risikomessung zum Gegenstand hat, geht es in den neuen Regelungen um die Definition des Eigenkapitals und die erforderlichen Mindestquoten. Das stellt insbesondere mittelständische Firmen, die auf weitere Kreditvergabe durch Banken angewiesen sind, vor neue Herausforderungen.

Das Praxishandbuch Rating und Finanzierung stellt Firmen Bausteine für eine ratingorientierte Unternehmensführung zur Verfügung.

Die Schwerpunkte:

- Rating als Erfolgsfaktor

- Analyse der eigenen Situation: Wie gut ist unser Rating?

- Optimierung des Ratings

- IT-gestützte Hilfsmittel für das Rating

- Die Zukunft von Rating und Finanzierung

Besonders praktisch

sind die Checklisten zur Analyse und Optimierung des eigenen Unternehmens sowie die CD mit der Software Quick-Rater, die eine Eigenbewertung des Unternehmens ermöglicht.

Die Autoren

Dr. Werner Gleißner ist Vorstand der FutureValue Group AG und Dr. Karsten Füser ist Partner bei Ernst&Young.

Zielgruppe

Mitarbeiter in den Finanzabteilungen mittelständischer Unternehmen.