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7 Kennzahlen in:

Werner Gleißner, Karsten Füser

Praxishandbuch Rating und Finanzierung, page 477 - 482

Strategien für den Mittelstand

3. Edition 2014, ISBN print: 978-3-8006-3876-5, ISBN online: 978-3-8006-3877-2, https://doi.org/10.15358/9783800638772_477

Series: Finance Competence

Bibliographic information
7. Anhänge464 Kennzahlen Bilanzsumme Passiva – erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen – Immaterielle Vermögensgegenstände = Bilanzsumme, bereinigte Eigenkapital – ausstehende Einlagen auf das gez. Eigenkapital – nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag = bilanzielles Eigenkapital bilanzielles Eigenkapital / Bilanzsumme Passiva = bilanzielle Eigenkapitalquote bilanzielles Eigenkapital + Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter – Immaterielle Vermögensgegenstände = wirtschaftliches Eigenkapital, bereinigt wirtschaftliches Eigenkapital, bereinigt / Bilanzsumme, bereinigte = wirtschaftliche Eigenkapitalquote, bereinigt Sachanlagen + Vorratsvermögen (exkl. Anzahlungen) + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + liquide Mittel (nur betriebsnotwendiger Anteil) – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen = betriebsnotwendiges Vermögen (CE) + Wertpapiere (des Umlaufvermögens) + nicht-betriebsnotwendige liquide Mittel + sonstige Vermögensgegenstände + Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv) = nicht-betriebsnotwendiges Vermögen 465Kennzahlen (Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit (EBT) + a. o. Ergebnis, Korrekturen) / wirtschaftliches Eigenkapital, bereinigt (Vorjahr) = Eigenkapitalrendite vor Steuern Betriebsergebnis (EBIT) / Betriebsnotweniges Vermögen (Vorjahr) = Gesamtkapitalrendite (ROCE) (Erträge aus Beteiligungen + Zinsen und ähnliche Erträge) / nicht-betriebsnotwendiges Vermögen (Vorjahr) = Verzinsung des nicht betr.-notwendigen Vermögens Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit (EBT) / Gesamtleistung = Umsatzrendite + Steuerrückstellungen + sonstige Rückstellungen + erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen + Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Wechselverbindlichkeiten + sonstige Verbindlichkeiten + kurzfristige Bankverbindlichkeiten (<1 Jahr) = kurzfristiges Fremdkapital + Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute – liquide Mittel – Wertpapiere (des Umlaufvermögens) – Finanzanlagen + Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen = Nettobankverbindlichkeiten Umsatzerlöse + Bestandsveränderung fertige/unfertg. Erzeugnisse + andere aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge = Gesamtleistung 7. Anhänge466 Betriebsergebnis (EBIT) / Gesamtleistung = operative Marge (EBIT-Marge ) Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit (EBT) + AfA auf Sachanlagen und immatr. Vermögen + Änderung der Pensionsrückstellungen – Steuern von Einkommen und Ertrag = Cashfl ow nach Steuern Cashfl ow nach Steuern / Gesamtleistung = Cashfl ow-Marge Cashfl ow nach Steuern + Zinsen und ähnliche Aufwendungen – AfA auf Sachanlagen und immatr. Vermögen – Änderung des betriebsnotwendigen Vermögens (CE) = freier Cashfl ow nach Steuern (verschuldet) freier Cashfl ow nach Steuern (verschuldet) + Effekt der Steuerabzugsfähigkeit des Zinsaufwandes = freier Cashfl ow nach Steuern (unverschuldet) Gesamtleistung / betriebsnotwendiges Vermögen (CE) = Kapitalumschlag (operativ) (Gesamtleistung – Materialaufwand – sonstiger betrieblicher Aufwand) / Gesamtleistung = Wertschöpfungsanteil (Gesamtleistung – Materialaufwand) / Gesamtleistung = Deckungsbeitragsmarge Kennzahlen 467 (Gesamtleistung – Materialaufwand) / Personalaufwand = spezifi scher Deckungsbeitrag (liquide Mittel + Wertpapiere (des Umlaufvermögens)) / kurzfristiges Fremdkapital = Liquidität 1. Grades (Barliquidität) (liquide Mittel + Wertpapiere (des Umlaufvermögens) + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) / kurzfristiges Fremdkapital = Liquidität 2. Grades kurzfristiges Umlaufvermögen / kurzfristiges Fremdkapital = Liquidität 3. Grades (Verbindlichkeiten – liquide Mittel – Wertpapiere (des Umlaufvermögens)) / Cashfl ow nach Steuern = dynamischer Verschuldungsgrad (a) (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute – liquide Mittel – Wertpapiere (des Umlaufvermögens)) / Cashfl ow nach Steuern = dynamischer Verschuldungsgrad (b) wirtschaftliches Eigenkapital (bereinigt) / (Sachanlagen + Finanzanlagen) = Anlagendeckungsgrad 1 7. Anhänge468 (wirtschaftliches Eigenkapital, bereinigt + langfristige Bankverbindlichkeiten (>1 Jahr) + Pensionsrückstellungen) /(Sachanlagen + Finanzanlagen) = Anlagendeckungsgrad 2 (liquide Mittel + Wertpapiere (des Umlaufvermögens) + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + sonstige Vermögensgegenstände + Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv)) / (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + kurzfristige Bankverbindlichkeiten (<1 Jahr) + sonstige Verbindlichkeiten + Steuerrückstellungen + sonstige Rückstellungen + Rechnungsabgrenzungsposten (passiv)) = Quick-Ratio EBITDA / Bilanzsumme, bereinigte = Kapitalrückfl ussquote Betriebsergebnis (EBIT) / Zinsen und ähnliche Aufwendungen = Zinsdeckungsquote freier Cashfl ow nach Steuern (verschuldet) / Verbindlichkeiten = Verbindlichkeitenrückfl ussquote Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Gesamtleistung = Debitorenfrist [in Kalendertagen] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Materialaufwand = Kreditorenfrist [in Kalendertagen] Existenzbedrohende Mängel 469 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe / Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, bezogene Waren = Vorratsreichweite RHB [in Kalendertagen] Vorräte (fertige und unfertige Erzeugnisse) / Gesamtleistung = Vorratsreichweite (fertige und unfertige Erzeugnisse) [in Kalendertagen] Existenzbedrohende Mängel Die nachfolgend zusammengefasst dargestellten existenzbedrohenden Mängel449 zeigen, worauf Unternehmer stets achten müssen, weil hier meist keine Versicherungen helfen, wenn Probleme auftreten. (1) Bereich: Allgemeine Unternehmensführung • häufi ger Wechsel in der Unternehmenspolitik • Vernachlässigung der Unternehmenssicherheit und der Kontinuität der Unternehmensführung • falsche Einschätzung der Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens im Verhältnis zu den Mitbewerbern • ungenügende oder mangelnde Organisation, die Reibungsverluste, Doppelarbeit und Fehlleistungen verursacht • keine Anpassung der Organisation an die Unternehmensentwicklung • Überlastung des Unternehmers, weil die Bereitschaft zur Delegation von Verantwortung fehlt oder planlos gearbeitet wird • falscher Führungsstil, der die Leistungsbereitschaft und Kreativität der Mitarbeiter hemmt • unklares und ungerechtes Entlohnungssystem • mangelhafte interne und externe Information, sodass z. B. auf marktbedingte Ver- änderungen nicht rechtzeitig reagiert werden kann oder die gegenwärtige Situation des Unternehmens falsch eingeschätzt wird • ungenügende Unternehmensaus- und -weiterbildung • veraltete Arbeitsmethoden, falsche Arbeitstechnik • fehlende oder mangelhafte Planung • fehlende oder unklare Bestimmung der kurz- und langfristigen Unternehmensziele • keine Erwirtschaftung einer Substanzerhaltungsrate zum Ausgleich infl ationsbedingt höherer Wiederbeschaffungskosten • ungenügende Absicherung drohender Risiken durch Versicherungsverträge • keine laufende Überwachung der Betriebsleistung • unentdeckte Verlustquellen wegen fehlender oder vernachlässigter Kontrolle • mangelnde Bereitschaft zur Kooperation • fehlende Sicherungen zur Ausschaltung vorsätzlicher Verluste durch Mitarbeiter (z. B. Diebstahl, Betrug, Unterschlagung) Abhilfemaßnahmen • regelmäßige Inanspruchnahme von Betriebsberatungen • exaktes Krisenmanagement statt Improvisation 449 Vgl. Wilcke (1993).

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References

Zusammenfassung

Rating und Finanzierung unter Basel III

Mit Basel III hat der sogenannte Baseler Ausschuss ein neues Regelwerk mit Eigenkapitalvorschriften für Banken veröffentlicht, das ab 2013 schrittweise in Kraft tritt. Während Basel II vor allem die Risikomessung zum Gegenstand hat, geht es in den neuen Regelungen um die Definition des Eigenkapitals und die erforderlichen Mindestquoten. Das stellt insbesondere mittelständische Firmen, die auf weitere Kreditvergabe durch Banken angewiesen sind, vor neue Herausforderungen.

Das Praxishandbuch Rating und Finanzierung stellt Firmen Bausteine für eine ratingorientierte Unternehmensführung zur Verfügung.

Die Schwerpunkte:

- Rating als Erfolgsfaktor

- Analyse der eigenen Situation: Wie gut ist unser Rating?

- Optimierung des Ratings

- IT-gestützte Hilfsmittel für das Rating

- Die Zukunft von Rating und Finanzierung

Besonders praktisch

sind die Checklisten zur Analyse und Optimierung des eigenen Unternehmens sowie die CD mit der Software Quick-Rater, die eine Eigenbewertung des Unternehmens ermöglicht.

Die Autoren

Dr. Werner Gleißner ist Vorstand der FutureValue Group AG und Dr. Karsten Füser ist Partner bei Ernst&Young.

Zielgruppe

Mitarbeiter in den Finanzabteilungen mittelständischer Unternehmen.