EDITORIAL: Haltung als Werttreiber für Medienmarken? in:

MedienWirtschaft, page 3 - 3

MW, Volume 17 (2020), Issue 4, ISSN: 1613-0669, ISSN online: 1613-0669, https://doi.org/10.15358/1613-0669-2020-4-3

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4/2020 MedienWirtschaft 3 Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, die diesjährigen Münchner Medientage fanden coronabedingt ausschließlich online statt, was uns nicht daran gehindert hat, wieder ein hoch interessantes Panel gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk zu veranstalten. Als Leitthema haben wir dieses Mal „Value Based Brands“ gewählt und dazu vier ausgewählte Positionen aus der Praxis aufgezeigt. Der Moderator des Panels, Dr. Markus Riese, Marketingleiter des BR, betonte in seinem einführenden Statement, wie bedeutsam inzwischen die „individuellen Sinnbedürfnisse“ von Kunden geworden sind, gerade auch im Kontext von Medienunternehmen. Es genüge eben nicht mehr, nur erfolgreich zu wirtschaften oder lediglich kurzfristige Reichweitenziele zu verfolgen, zu beachten sei vielmehr immer auch der Wertbeitrag, den das Medienunternehmen für die Gesellschaft leistet und die „Haltung“, die hinter den Marken steht. Im Zeichen der Plattformökonomie – um mit Frank Lobigs zu sprechen: der „Plattform-Revolution“ – steht die Positionierung einer zentralen Digitalplattform als starke Medienmarke im Fokus. In der Auseinandersetzung mit den internationalen Internetriesen ist dabei die Positionierung mit Blick auf die Werteorientierung ein erfolgversprechendes Differenzierungsmerkmal – mit der Begründung, dass die „Value Base“ nicht unbedingt deren Stärke ist. Die vier Diskussionsbeiträge werfen ein Licht auf die Positionen der Deutschen Telekom, von Joyn, der Plattform von ProSiebenSat.1 und Discovery, der ARD-Mediathek sowie der Bertelsmann Audio Alliance. Mit dem Beitrag von Christian Schalt zu AUDIO NOW, der Audioplattform von RTL Radio, setzen wir die Serie mit dem Titel „Die Audiolandschaft im Zeichen der Digitalisierung“ fort, die sich gut in die voranstehende Thematik einfügt. Ferner setzen wir uns mit Marktforschungsaktivitäten im deutschen Werbemarkt auseinander. Dabei befassen sich Ingo Knuth und Thomas Petzold mit der immer wieder geäußerten Kritik, dass Qualitätsstandards in der Medienforschung von deutschen Medienunternehmen nicht adäquat angewandt und transparent dargestellt würden. In einem weiteren Beitrag untersucht ein Team um Uwe Eisenbeis, welche Ansätze Medien- und Internet-Start-ups im Hinblick auf die Gestaltung eines tragfähigen Geschäftsmodells verfolgen und hier speziell im Hinblick auf das gewählte Erlösmodell. Sie können zeigen, dass in der Medien- und Internetwelt bestimmte Erlöstypen am weitesten verbreitet sind, was Fragen aufwirft, inwieweit diese aus Investorensicht als attraktiv zu bewerten sind. Gerne möchten wir Sie noch darauf aufmerksam machen, dass wir mit dieser Ausgabe eine neue Rubrik eröffnen, in Haltung als Werttreiber für Medienmarken? Prof. Dr. Thomas Hess Ludwig-Maximilians-Universität München thess@bwl.Imu.de Prof. Dr. Frank Lobigs Technische Universität Dortmund frank.lobigs@udo.edu Prof. Dr. Christoph Neuberger Freie Universität Berlin christoph.neuberger@fu-berlin.de Prof. Dr. Martin Gläser Hochschule der Medien, Stuttgart glaeser@hdm-stuttgart.de Prof. Dr. Georgios Gounalakis Philipps-Universität Marburg gouna@jura.uni-marburg.de Prof. Dr. Insa Sjurts Hamburg School of Business Administration insa.sjurts@hsba.de der wir besonders interessante Studien vorstellen. Wir beginnen mit einer Studie zu aktuellen Verlagstrends. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre! Bleiben Sie gesund! Die Herausgeber

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Zusammenfassung

MedienWirtschaft - Zeitschrift für Medienmanagement und Medienökonomie