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Controlling, page 55 - 57

CON, Volume 25 (2013), Issue 1, ISSN: 0935-0381, ISSN online: 0935-0381, https://doi.org/10.15358/0935-0381_2013_1_55

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Fachbuch-Test Ute Vanini Risikomanagement Grundlagen, Instrumente, Unternehmenspraxis Stuttgart: Schäffer Poeschel Verlag 2012, 303 Seiten, 29,95 a, ISBN 978-3- 7910-3126-2. Gesamtwirtschaftliche Turbulenzen wie die ab 2007 spürbare globale Finanz- und Wirtschaftskrise und die sich anschlie- ßende Staatsschuldenkrise im Euroraum haben die Risikomanagement-Thematik in vielen Unternehmen stärker in den Fokus rücken lassen. Diesem verstärkten Interesse versucht die Autorin, Professorin für Controlling und Innovationsmanagement an der Fachhochschule Kiel, mit dem vorliegenden Lehr- und Arbeitsbuch Rechnung zu tragen. Das Buch besteht aus neun Kapiteln, die – mit Ausnahme der kurzen Einleitung – jeweils von einer Fallstudie aus der unternehmerischen Praxis begleitet werden. Im einleitenden Kapitel wird auf den Bedeutungsgewinn des Risikomanagements angesichts einer zunehmenden Exposition der Unternehmen gegenüber internen und externen Risiken eingegangen. Das zweite Kapitel beinhaltet die Grundlagen des Risikomanagements. Hier erfolgt die Definition wesentlicher Begriffe wie Risiko, Risikomanagement und Risikocontrolling, darüber hinaus werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des Risikomanagements dargestellt und verschiedene Risikomanagement-Standards verglichen. Auch eine Erläuterung grundlegender Theorien sowie der statistischen und stochastischen Basisannahmen finden sich in diesem Abschnitt. Im dritten Kapitel werden Aspekte des strategischen Risikomanagements wie die Ableitung einer Risikostrategie mit entsprechenden Risikozielen und -grundsätzen sowie die Bestimmung von Risikodeckungspotenzial und -tragfähigkeit erläutert. Nachdem der übergeordnete Rahmen somit abgesteckt ist, orientieren sich die folgenden fünf Kapitel an den Prozessschritten der Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikoberichterstattung, Risikosteuerung und Risikoüberwachung. Ausgehend von den Anforderungen an die Risikoidentifikation werden dabei zunächst verschiedene in Frage kommende Instrumente wie Kreativitätstechniken, Checklisten, Expertenbefragungen und Früherkennungssysteme vorgestellt und auf ihre Eignung zur systematischen, vollständigen und wirtschaftlichen Risikoerfassung geprüft. In dem sich daran anschließenden, sehr umfangreichen Abschnitt zur Risikobewertung werden die verschiedenen zur Verfügung stehenden Instrumente von einfachen Risikoklassifikationen über Scoring-Modelle und Risikoportfolios bis hin zu Szenarioanalysen und komplexen At-Risk-Modellen erläutert und bezüglich ihrer Anwendbarkeit evaluiert. Ein weiterer Fokus liegt dabei auf der Berücksichtigung von Risikointerdependenzen bei der anschließenden Risikoaggregation. Im Bereich der Risikoberichtserstattung werden die Unterschiede in Adressaten und Anforderungen zwischen interner und externer Berichterstattung herausgearbeitet und deren Auswirkungen auf Gestaltungsparameter wie Inhalte, Berichtshäufigkeiten und Reporting-Instrumente diskutiert. Im Rahmen der Risikosteuerung werden die Steuerungsstrategien der Risikovermeidung, -verminderung, -begrenzung und -überwälzung sowie die dazugehörigen Instrumente wie Diversifikationsmaßnahmen oder der Abschluss von Versicherungen erläutert. Ein eigener Abschnitt ist in diesem Zusammenhang der Nutzung von Termingeschäften wie Optionen und Futures gewidmet. Besonders betont wird die Notwendigkeit der Verknüpfung solcher Steuerungsmaßnahmen mit dem Risikotragfähigkeitskalkül des Unternehmens. Bezüglich der Risiko- überwachung wird zwischen der prozessabhängigen Überwachung durch Implementierung kontinuierlicher Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen sowie der prozessunabhängigen Überwachung durch interne und externe Kontrollorgane unterschieden, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit zwischen der Internen Revision und dem Abschlussprüfer gelegt wird. Im abschlie- ßenden neunten Kapitel werden verschiedene Organisationsformen des Risikomanagements diskutiert und Anregungen für die Erstellung eines Risikomanagementhandbuchs oder die IT-Anbindung des Risikomanagements gegeben. Positiv hervorzuheben sind vor allem die übersichtliche Gliederung und das ansprechende Layout des Buchs sowie die gute didaktische Aufbereitung des Lehrstoffs. Dies gilt insbesondere auch für das Kapitel zur Risikobewertung, wo Risikomaße wie erwarteter Verlust und Volatilität und Konzepte wie der Value-at-Risk durch geeignete Rechenbeispiele sinnvoll veranschaulicht werden. Auch werden theoretische Sachverhalte regelmäßig durch Beispiele aus der unternehmerischen Praxis illustriert, wobei die Autorin vielfach auf eigene Projekterfahrungen zurückgreifen kann. Am Ende eines jeden Kapitels und Unterkapitels sind die wesentlichen Inhalte des vorangegangenen Abschnitts noch einmal prägnant und übersichtlich zusammengefasst. Darüber hinaus findet der Leser eine Reihe von Wiederholungsfragen zur Verständniskontrolle. Musterlösungen zu diesen Fragen können mittels eines persönlichen Webcodes über die Verlagshomepage abgerufen werden, was eine eigenständige Überprüfung des Lernerfolgs ermöglicht. Anzumerken ist, dass sich die Verfasserin bei der verwendeten Literatur vergleichsweise stark auf die deutschsprachige Publikationen konzentriert hat. Für zukünftige Neuauflagen wäre eine stärkere Be- 55LITERATUR 25. Jahrgang 2013, Heft 1 Dieser praktische Leitfaden stellt alle wichtigen Personal- Kennzahlen vor, die eine aussagekräftige Berichterstattung ermöglichen. Als Strukturierungshilfe wurde ein neuer Standard entwickelt, der den Wertbeitrag des Personalmanagements im Allgemeinen und des Humankapitals im Besonderen sichtbar und somit optimierbar macht. So können Personalstrategien einzelner Unternehmen verglichen werden. Die Experten Von Prof. Dr. Christian Scholz, Inhaber des Lehrstuhls für Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes, und Thomas Sattelberger, ehemaliger Personalvorstand eines großen Telekommunikationsunternehmens. Von Prof. Dr. Christian Scholz und Thomas Sattelberger. 2012. XIII, 208 Seiten, mit 105 Abbildungen und 27 Tabellen. Gebunden € 65,– ISBN 978-3-8006-4220-5 Bitte bestellen Sie bei Ihrem Buchhändler oder beim: Verlag Vahlen · 80791 München · Fax (089) 3 81 89-402 Internet: www.vahlen.de · E-Mail: bestellung@vahlen.de Der neue Standard zum Human Capital Reporting. Pr ei se in kl . M w St . / 1 60 66 1 Zielgruppe Das Buch richtet sich in erster Linie an Bachelor- und Master-Studierende sowie Praktiker aus den Bereichen Risikomanagement, Controlling, Interne Revision, Wirtschaftsprüfung und Unternehmensführung. Message Risikomanagement ist keine ausschließlich auf den Banken- und Finanzsektor beschränkte Managementaufgabe, sondern bildet eine grundlegende Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg und das langfristige Überleben jedes Unternehmens. Für ein effektives Risikomanagement ist die Beteiligung aller Mitarbeiter erforderlich. Hilfsmittel und Werkzeuge, die Risikomanagern und -verantwortlichen bei der praktischen Umsetzung helfen können, werden im Buch vorgestellt und diskutiert. Aufbau 1. Einleitung 2. Grundlagen des Risikomanagements 3. Strategisches Risikomanagement 4. Ansätze und Probleme der Risikoidentifikation 5. Ansätze und Probleme der Risikobewertung 6. Ansätze und Probleme der Risikoberichterstattung 7. Ansätze und Probleme der Risikosteuerung 8. Ansätze und Probleme der Risikoüberwachung 9. Weiterführende Fragen des Risikomanagements Empfehlung Dieses anwendungsorientierte Lehrbuch verschafft einen guten Überblick über die mit dem Thema Risikomanagement verbundenen Fragestellungen und Instrumente. Es eignet sich daher insbesondere für Leser, die über keine oder nur geringe Vorkenntnisse zum Thema verfügen oder praktische Anregungen für den Aufbau eines Risikomanagement-Systems suchen. Die didaktische Aufbereitung des Lehrstoffs und die Vielzahl an Beispielen und Fallstudien ermöglichen einen raschen Lernfortschritt und eine schnelle Umsetzung in die unternehmerische Praxis. rücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes in der angelsächsischen Risikomanagement-Literatur in Erwägung zu ziehen. Alles in allem ist das Buch vor allem für all jene zu empfehlen, die sich einen Überblick über die verschiedenen mit dem Thema Risikomanagement verbundenen Fragestellungen verschaffen möchten oder Ansätze für die konkrete praktische Umsetzung von Risikomanagement im Unternehmen suchen. Eine stärker in die Tiefe gehende Betrachtung einzelner Teilaspekte ist angesichts der beträchtlichen inhaltlichen Breite nicht möglich, entspricht aber auch nicht der eigentlichen Intention des Buches, das eine Heranführung an die Thematik bieten will. Prof. Dr. Andreas Hoffjan, Hennig Niemann, M.Sc., Technische Universität Dortmund 56 LITERATUR CONTROLLING – ZEITSCHRIFT FÜR ERFOLGSORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG Fachbuch-Tipps Christel Niedereichholz Joachim Niedereichholz Joachim Staude Handbuch der Unternehmensberatung Organisationen führen und entwickeln Stand 2012, Berlin: Erich Schmidt Verlag 2012, 1.908 Seiten, 99,80 a, ISBN 978-3-503- 07846-2. Die Branche der Unternehmensberatung ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, denen sich Beratungsunternehmen bei der Betreuung ihrer Klienten gegenübergestellt sehen, zieht es viele Absolventen in dieses spannende Tätigkeitsfeld. Auch in Zukunft dürfte die Nachfrage der Unternehmen nach spezialisierten Beratungsleistungen weiter zunehmen. Vor der externen Vergabe eines Beratungsauftrags müssen Unternehmen allerdings ihre Erwartungen genau spezifizieren, um einen geeigneten Partner und den passenden Beratungsansatz auswählen zu können. Das von Christel Niedereichholz, Joachim Niedereichholz und Joachim Staude in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. herausgegebene Handbuch der Unternehmensberatung verfolgt in diesem Zusammenhang das Ziel, die Vertrauensbasis zwischen Beratern und Ihren Klienten zu stärken und zu einer weiteren Professionalisierung der Beziehung beizutragen. Im ersten, einleitenden Teil des Werkes wird zunächst ein Überblick über die Beratungsbranche gegeben und besondere Herausforderungen sowie der daraus resultierende Beratungsbedarf dargestellt. Der zweite Teil des Handbuchs ist entsprechend den unterschiedlichen strategischen und operativen Bereichen der Klientenunternehmen gegliedert. Für jedes funktionale Beratungsfeld werden die zentralen Problemstellungen aufgezeigt und die bei deren Lösung zu Einsatz kommenden Beratungsprodukte und -prozesse erläutert. Im dritten Teil des Werkes werden die zentralen Erfolgsfaktoren von Beratungsprojekten diskutiert. Beginnend mit der Auswahl und Einsatzsteuerung von Beratern wird insbesondere auch die Rentabilität des Beratereinsatzes betrachtet. Der letzte Teil des Handbuchs beschäftigt sich mit dem Management von Beratungsunternehmen als spezielle Form eines Dienstleistungsunternehmens. Das Werk ist Unternehmen, die die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen in Erwägung ziehen oder sich bereits in einem Beratungsprojekt befinden, sowie Beratern, die ihre Beratungsleistung weiter professionalisieren wollen, zur Lektüre sehr zu empfehlen. Lesenswert ist das Handbuch ferner für an der Beratungsbranche Interessierte, wie bspw. Studierende und Absolventen, die sich für einen Berufseinstieg interessieren. Martin Welge Marc Eulerich Corporate-Governance-Management Theorie und Praxis der guten Unternehmensführung Wiesbaden: Gabler Verlag 2012, 250 Seiten, 32,95 a, ISBN 978-3-8349-3003-3. Die vergangenen Jahrzehnte waren prägend für die Unternehmenswelt. Der weltweite Markt hatte auf viele Veränderungen zu reagieren, da unter anderem durch geringe Kontrollstandards globale Krisen entstanden. Infolgedessen wurde vermehrt über das im vorliegenden werk beleuchtete Thema „Corporate Governance“ debattiert. Im Zuge dessen stellte sich zudem ein Zielkonflikt zwischen der Sicherheit durch staatliche Vorgaben für das unternehmerische Handeln und denen dadurch geschaffenen Beschränkungen für die Wirtschaft dar. Das Werk von Martin Welge und Marc Eulerich befasst sich mit dem facettenreichen Untersuchungsobjekt der Corporate Governance beginnend mit theoretischen und rechtlichen Grundlagen dieses Themas, z. B. der Principal Agent-Theorie und Bilanzmodalitäten. Im vierten Kapitel werden die Aufgaben des Vorstands und des Aufsichtsrats als zentrale Ausgestalter dieses Prozesses dargelegt. Das fünfte Kapitel beleuchtet die Corporate Governance im internationalen Vergleich. Nachfolgend wird vor allem die Praxisanwendung der Corporate Governance näher betrachtet. Dabei werden Instrumentarien und empirische Ergebnisse unter anderem über Best Practice-Lösungen und die Nutzung von Effizienzmessungen vorgestellt. Abschließend werden außerdem künftig zu fokussierende Schwerpunkte dieses Themengebiets beleuchtet. Die Ausführungen sind mit hilfreichen und anschaulichen tabellarischen Übersichten sowie Grafiken zu jedem der genannten Bereiche ergänzt und bieten sowohl für Praktiker als auch Studierende und Dozenten einen guten Einblick in dieses Themenfeld. 57LITERATUR 25. Jahrgang 2013, Heft 1

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References

Abstract

Month by month, Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung publishes peer-reviewed, applied research contributions for business management, accounting and reporting. Key elements of succesful corporate controlling are presented in an analytic, well-structured manner.

Language: German.

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Zusammenfassung

Die Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung liefert Monat für Monat fundierte und anwendungsorientierte Fachbeiträge für das Management sowie das Finanz- und Rechnungswesen in Unternehmen. Klar gegliedert und strukturiert werden für alle Controlling-Bereiche die Faktoren für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung aufgezeigt.

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