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Svatopluk, Sven Fahn, Marisa Schäfer, Daniel Vink, Burkhard Pedell, Joachim Sautter, SAP® S/4HANA Finance – ein Akzelerator für die digitale Transformation im Finanzbereich? in:

Controlling, page 91 - 94

CON, Volume 29 (2017), Issue K, ISSN: 0935-0381, ISSN online: 0935-0381, https://doi.org/10.15358/0935-0381-2017-K-91

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Praxis 90 | CONTROLLING 29. Jahrgang 2017 Sonderheft September 2017 | 9 1 CONTROLLING KOMPAKT #1 Die sinnvolle Verzahnung von Controlling-Wissen und technischem Business-Intelligence-Know-how ist ein Garant für den Aufbau eines leistungsfähigen Controlling-Cockpits. #2 Die Leitungskräfte und Mitarbeiter, die das Cockpit nutzen sollen, sind frühzeitig in den Gestaltungsprozess mit einzubeziehen. #3 Ein organisationsbezogenes Navigationssystem hilft dabei auf Knopfdruck ohne aufwändige Datensuche, wichtige Kennzahlen vom Unternehmen über geführte Analysewege bis hinunter zum einzelnen Produkt- bzw. Projekterfolg aufzuzeigen. #4 Sinnvolle Branchen-Benchmarks mit externen Preis- und Steuerungsgrößen können integriert werden. #5 Die Cockpit-Lösung lässt sich leicht erweitern bzw. anpassen, wenn es z.B. um Organisationsveränderungen, Geschäftserweiterungen, mobile Lösungen oder die Anbindung von weiteren Vorsystemen geht. Das Cockpit im laufenden Betrieb Der Erfolg der Unternehmung lässt sich sicherlich nicht alleine auf das Controlling-Cockpit zurückführen. Dennoch lässt sich der positive Trend in der Entwicklung des Unternehmens mit quantitativen Größen untermauern: • Die Kosteneinsparung für Berichtserstellung in allen Funktionsbereichen mit ca. fünf Mannjahren geschätzt, stehen einer Investition in Technik, Entwicklung und Beratung von ca. zwei Mannjahren gegenüber. Dies resultiert aus der automatischen Datenanbindung zu vorgelagerten Vorsystemen, dem Wegfall vieler manueller Dateneingaben und der nicht mehr notwendigen manuellen Berichtserstellung. • In den letzten drei Jahren konnte der Umsatz um ca. 6% und die Gesamtleistung um ca. 8,3% gesteigert werden. • Dem Wachstum folgend stieg die Mitarbeiterzahl um ca. 9%. Auf der qualitativen Seite lassen sich folgende Benefits aufzeigen: • Die Analyse- und Auswertungsgeschwindigkeit ist deutlich gestiegen. • Höhere Datenqualität (ohne fehlerhafte Pflegeprozesse und Datenrecherche). • Höhere Datensicherheit durch rollenspezifische Zugriffsrechte. • Erhöhte Steuerungsqualität durch strukturierte Analysepfade und interaktive Steuerungsberichte. • Höhere Prognoseunterstützung um z.B. neue Kundenpotenziale oder Verkaufstrends zu erkennen. Das Controlling entwickelte sich fort vom Datenlieferant zum Berater und Sparringspartner in der Analyse der steuerungsrelevanten Informationen (vgl. Weber/Malz/Lührmann, 2008, S. 50-51). Das Controlling-Cockpit allein ist jedoch kein Allheilmittel und ersetzt nicht die Steuerungsunterstützung der verantwortlichen Mitarbeiter und Controller. Es dient vielmehr der besseren Analyse- und Prognosequalität und verschafft mehr Zeit, sich mit dem Geschäft und der Steuerung auseinander zu setzen. Den Controllern im Projekt kommt dabei ein wichtiger Part zu. Sie sind vertraut mit der Steuerungsunterstützung des Managements und können neue Geschäftsanforderungen direkt für die Weiterentwicklung des Cockpits nutzen. Durch die neuen technischen Anforderungen muss sich der Controller hierbei stärker mit technischen Anforderungen von Business Intelligence und Data Warehousing auseinandersetzen. Der Austausch mit den IT-verantwortlichen Mitarbeitern wird stärker. Zum Aufbau eines BI-gestützten Controlling-Cockpits ist die flankierende Beratungs-Unterstützung für einen sukzessiven Know-how-Transfer nützlich. Die Anzahl der Mitarbeiter im Controlling/Rechnungswesen ist konstant geblieben. Die eingesparte Zeit durch den Wegfall unnötiger Aufgaben wie der kontinuierlichen Datenrecherche und der Berichtspflege wird durch sinnvolle Analyse- und Prognosetätigkeiten genutzt. Das Controlling interpretiert die Daten, weist auf wichtige Trends hin und steht den verantwortlichen Führungskräften als Business Partner zur Verfügung. Das Controlling bekommt durch die Daten- und Systemhoheit einen höheren Stellenwert für die Koordination und Steuerungsunterstützung im Unternehmen. LITERATUR Horváth, P.; Gleich, R.; Seiter, M.: Controlling, 13. Aufl., München 2015. Reichmann, T.; Kissler, M.; Baumöl, U.: Controlling mit Kennzahlen – Die systemgestützte Controlling-Konzeption, 9. Aufl., München 2017. Schön, D.: Planung und Reporting, 2. Aufl., Wiesbaden 2016. Weber, J.; Malz, R.; Lührmann, T.: Excellence im Management-Reporting, in: Schriftenreihe Advanced Controlling (Hrsg.: Weber, J.), Bd. 62, Weinheim 2008, S. 50-51. Dieser Artikel verdeutlicht, wie sich der Finanzbereich im Zuge der Digitalisierung wandelt und welchen Einfluss SAP® S/4HANA Finance auf diesen Wandel hat. Dabei werden die bisher erlangten Erkenntnisse aus einer Studie zur Einführung von SAP® S/4HANA Finance, die von BearingPoint und dem Lehrstuhl für Controlling der Universität Stuttgart im vergangenen Jahr durchgeführt wurde, einbezogen. Zudem gewähren gewonnene Erfahrungen aus Systemeinführungen von SAP® S/4HANA Finance Einblicke in die heutige Unternehmenspraxis. wort auf die Herausforderungen der CFO-Organisation Die Chancen und Risiken der digitalen Transformation machen auch vor dem Finanzbereich nicht Halt. Unternehmen setzen sich zunehmend mit den Anforderungen der Digitalisierung auseinander und Begriffe wie „Digital CFO“, „iFinance“ und „Financial Digital Labs“ etablieren sich nach und nach in den Unternehmen. Neue Lösungsansätze für den Finanzbereich sind gefragt, um Schritt zu halten und den sich rasch verändernden Geschäftsmodellen gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund versprechen die Entwicklungen im Bereich der In-Memory-Technologie (vgl. Knabke/Olbrich, 2016) und darauf basierende innovative ERP-Generationen wie SAP® S/4HANA Finance neue Möglichkeiten. Redundanzfreie Datenhaltung auf Einzelbelegbasis in einer zentralen Datentabelle („Single Source of Truth“), die alle Attribute für verschiedene Accounting- und Controlling-Zwecke vereint, und eine beschleunigte Datenverarbeitung ohne Zugriffe auf physische Datenträger versprechen schnellere und flexiblere Datenanalysen („Real Time Finance“) auf Basis einer nie dagewesenen Datenqualität. Reduzierte Abstimmungsbedarfe, gestiegene Agilität und Datengranularität bereiten die Antwort auf aktuelle Herausforderungen der Digitalisierung, welche u. a. mit steigendem Datenvolumen („Big Data“) und Informationsverfügbarkeit in Echtzeit einhergehen. Auswirkungen von SAP® S/4HANA Finance unter Berücksichtigung von Studienergebnissen und Erkenntnissen aus der Implementierungspraxis Der Grad der Digitalisierung im Finanzbereich wird maßgeblich von der zugrundeliegenden technischen Plattform, welche als „Speerspitze“ der digitalen Transformation dient, und von dem Reifegrad der Organisation bestimmt. Die Vorteile durch SAP® S/4HANA Finance lassen sich nach den vier Bereichen Datenmanagement, Finanzprozesse, Analytics und Reporting klassifizieren (siehe Abb. 1). Doch was sind die konkreten SAP® S/4HANA FINANCE – EIN AKZELERATOR FÜR DIE DIGITALE TRANSFORMATION IM FINANZBEREICH? von Alexander Svatopluk, Sven Fahn, Marisa Schäfer, Daniel Vink, Burkhard Pedell und Joachim Sautter Auswirkungen von SAP® S/4HANA Finance auf den Finanzbereich und Erfahrungswerte dazu aus der Implementierungspraxis “Digital Finance” Datenmanagement Finanzprozesse Analytics Reporting SAP® S/4HANA Finance Abb. 1: SAP® S/4HANA Finance als Basis von „Digital Finance“ AUTORENVORSTELLUNG Prof. Dr. Thomas Reichmann, Technische Universität Dortmund, Institut für Controlling GfC e.V., ist geschäftsführender Gesellschafter der CIC, www.cic-online.de, sowie Mitherausgeber der Zeitschrift Controlling reichmann@cic-online.de Dipl.-Volkswirt Michael Ständer ist Leiter Controlling und Rechnungswesen bei der Securiton GmbH, Achern. michael.staender@securiton.de Prof. Dr. Dietmar Schön ist Professor für das Fachgebiet BWL, insbesondere Controlling an der Fachhochschule Dortmund und Partner der CIC, Dortmund. schoen@cic-online.de Praxis 92 | CONTROLLING 29. Jahrgang 2017 Sonderheft September 2017 | 93 zu erheblichen Verbesserungen im analytischen Bereich. Prozessbeschleunigung und Simulationsmöglichkeiten sind insbesondere bei Auswertungen von großen Datenmengen (Monatsabschluss, Abrechnungen, Kalkulationen, etc.) von enormem Nutzen. So werden das Vorziehen von Aktivitäten, das automatisierte Durchführen und das Simulieren von vormals zeitaufwendigen Prozessen zum Schlüssel für mehr Flexibilität, analytische Kapazität und „business insight“. Im Bereich der flexiblen und detaillierten Analysemöglichkeiten und eines verbesserten Ad-hoc-Reportings sehen Unternehmen laut oben genannter Studie (vgl. Pedell et al., 2017, S. 58) das höchste Nutzenpotenzial. Der wirkliche Mehrwert ergibt sich jedoch erst in Verbindung mit neuen Konzepten für die Unternehmenssteuerung, die die sich verändernde Welt und neue Geschäftsmodelle reflektieren und adaptieren. Die Entwicklungen im Bereich Analytics werden die Rolle des „Controllers“ verändern und in Verbindung mit externen und unstrukturierten Daten eine Erweiterung der fachlichen Kompetenzen erfordern. Zusätzliche Fähigkeiten zur technologischen, mathematischen und analytischen Aufbereitung der Daten sind gefragt, um z. B. die große Anzahl an Personen- oder Maschinendaten verwertbar zu machen. Das Profil des „Controllers“ erweitert sich um die Eigenschaften eines „Data Scientist“. Zum einen fordern die Fülle und die Einbeziehung von qualitativen Daten eine stärkere Interpretation, um die richtigen Schlüsse zu ziehen und qualitativ fundierte Entscheidungen an, dass ihr übergeordnetes Ziel eine verbesserte Analyse und die Nutzung von großen Datenmengen beinhaltet (siehe Abb. 2). Diese Umstellung bestehender und meist inkonsistenter Datenbankmodelle führt in vielen Unternehmen zu einem nicht zu unterschätzenden Aufwand in der Einführungsphase. Dieser ist weniger durch technische Aspekte bedingt als durch neue fachliche Konzepte und die Überführung von Daten mit unterschiedlicher Qualität und Granularität aus verschiedenen Systemen in das neue Zielsystem sowie notwendige Change Management-Maßnahmen vor dem Go-Live. Finanzprozesse Die Erfahrung aus Systemimplementierungen zeigt, dass die Prozessstandardisierung im Finanzbereich bei der Einführung von SAP® S/4HANA Finance in den Unternehmensfokus rückt. Die oben genannte Studie bestätigt, dass Unternehmen bei der Auseinandersetzung mit SAP® S/4HANA Finance u. a. die Schaffung einheitlicher Prozesse im Finanzbereich sehr hoch priorisieren (vgl. Pedell et al., 2017, S. 56 f.). Dies liegt vor allem darin begründet, dass eine neue Systemeinführung mit völlig neuen technischen Möglichkeiten dazu führt, bestehende Prozesse und Lösungen zu hinterfragen und neu zu gestalten. Dabei stehen vor allem die Vereinfachung und Harmonisierung von Prozessen im Vordergrund. Neben der Automatisierung von Prozessschritten sowie der ablaufbezogenen Prozesssteuerung ermöglicht das Simulieren und durchgängige Durchführen von Auswirkungen und Verbesserungen in diesen Bereichen und welche Erfahrungen gibt es dazu? Datenmanagement Im Datenmanagement steht die Verbindung von Daten aus unterschiedlichen Quellsystemen im Fokus (vgl. Kirchberg/ Müller, 2016, S. 83 f.). Die durch SAP® S/4HANA Finance gewonnene Erhöhung der Prozessgeschwindigkeit und Zentralisierung der Datenhaltung für Ist-, Plan- und Konsolidierungsdaten führen zu einer starken Vereinfachung des Datenmanagements. Darüber hinaus macht SAP® S/4HANA Finance die aufwändige Abstimmung zwischen Accounting und Controlling durch die Speicherung in einer gemeinsamen Datenbanktabelle („Universal Journal“) obsolet. Die Möglichkeit, zusätzliche und frei definierbare Dimensionen in den Buchungsbelegen und damit im Universal Journal abzulegen, bietet eine bisher nicht dagewesene Basis für ein flexibles Reporting (vgl. Kaum et al., 2015, S. 13 f.). Eine Studie zur Einführung von SAP® S/4HANA Finance von BearingPoint und dem Lehrstuhl für Controlling der Universität Stuttgart (vgl. Pedell et al., 2017, S. 57 f.) zeigt, dass Unternehmen die oben genannten Aspekte bei der Auseinandersetzung mit SAP® S/4HANA Finance als wichtige Zielsetzung verfolgen. Die Mehrheit der befragten Unternehmen (75 %) hat die Schaffung einer konsistenten Datenbasis und die Etablierung einheitlicher Prozesse im Finanzbereich zum Ziel. 59 % der Teilnehmer geben bisher sehr zeitintensiven Kalkulations- und Abschlussprozessen eine höhere Datenaktualität und -qualität und verkürzt die Prozesse erheblich. Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung und vermehrten Nutzung von sogenannten „Fiori Apps“ können die Bedienbarkeit und die Gestaltung der Prozessabläufe an die individuellen Informationsbedarfe durch die komplett angepasste Benutzeroberfläche deutlich verbessert werden. Die von BearingPoint und dem Lehrstuhl für Controlling der Universität Stuttgart durchgeführte Studie (vgl. Pedell et al., 2017, S. 59) bestätigt dies: Unternehmen erwarten durch die Einführung von SAP® S/4HANA Finance vor allem beschleunigte Durchlaufzeiten von Prozessen (68 %), eine erhöhte Prozesstransparenz (61 %) sowie den Wegfall einzelner Prozessschritte (48 %) (siehe Abb. 3). Letztere Erwartung entspricht jedoch nicht den bisherigen Erkenntnissen aus der Praxis, denn ein Wegfall von Prozessschritten oder ganzen Prozessen (ausgenommen ist die Abstimmung zwischen Controlling und Accounting) ist bisher nicht festzustellen. Analytics Die Herausforderungen im Bereich Analytics bestehen insbesondere bei den Themen Big Data, Predictive Analytics, automatisierte Forecasts und Simulationen (vgl. Oehler et al., 2016, S. 61 ff.). Die von SAP® S/4HANA Finance verwendete Datenbanktechnologie in Kombination mit veränderter Datenhaltung führt neben den Veränderungen im transaktionalen vor allem 9% 9% 11% 16% 39% 39% 41% 52% 55% 59% 75% 0% 20% 40% 60% 80% Andere Abbildung/Unterstützung eines neuen Geschäftsmodells Outsourcing von Finanzprozessen Verbesserte und zentralisierte Risikoidentifizierung Anpassungsfähigkeit und Agilität des Finanzsystems Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Einsparpotenziale Einfache und intuitive Bedienbarkeit An die Datenmengen angepasste Prozess- und Systemarchitektur Verbesserung der Entscheidungsfindung (Verfügbarkeit von Echtzeit-Informationen) Verbesserte Analyse und Nutzung von großen Datenmengen Konsistente Datenbasis und einheitliche Prozesse im Finanzbereich Abb. 2: Übergeordnete Zielsetzung bei der Auseinandersetzung mit SAP® S/4HANA Finance (vgl. Pedell et al., 2017, S. 57). Abb. 3: Erwartete Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse im Finanzwesen durch SAP® S/4HANA Finance (vgl. Pedell et al., 2017, S. 59) 5% 5% 1 1% 23% 23% 23% 25% 32% 34% 41% 48% 61% 68% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% Andere Keine Erweiterung von Prozessen um weitere Prozessschritte Veränderte oder neue Rollen bei der Prozessdurchführung Veränderte Abfolge von Prozessen bzw. Prozessschritten Höhere Flexibilität der Geschäftsprozesse Größere Skalierbarkeit der Prozesse Verbesserte Prozessstabilität Organisatorische Änderungen der Verantwortlichkeiten Verstärkte Automatisierung von Prozessschritten Wegfall einzelner Prozessschritte Erhöhte Prozesstransparenz Beschleunigte Durchlaufzeiten von Prozessen Praxis 92 | CONTROLLING 29. Jahrgang 2017 Sonderheft September 2017 | 93 zu erheblichen Verbesserungen im analytischen Bereich. Prozessbeschleunigung und Simulationsmöglichkeiten sind insbesondere bei Auswertungen von großen Datenmengen (Monatsabschluss, Abrechnungen, Kalkulationen, etc.) von enormem Nutzen. So werden das Vorziehen von Aktivitäten, das automatisierte Durchführen und das Simulieren von vormals zeitaufwendigen Prozessen zum Schlüssel für mehr Flexibilität, analytische Kapazität und „business insight“. Im Bereich der flexiblen und detaillierten Analysemöglichkeiten und eines verbesserten Ad-hoc-Reportings sehen Unternehmen laut oben genannter Studie (vgl. Pedell et al., 2017, S. 58) das höchste Nutzenpotenzial. Der wirkliche Mehrwert ergibt sich jedoch erst in Verbindung mit neuen Konzepten für die Unternehmenssteuerung, die die sich verändernde Welt und neue Geschäftsmodelle reflektieren und adaptieren. Die Entwicklungen im Bereich Analytics werden die Rolle des „Controllers“ verändern und in Verbindung mit externen und unstrukturierten Daten eine Erweiterung der fachlichen Kompetenzen erfordern. Zusätzliche Fähigkeiten zur technologischen, mathematischen und analytischen Aufbereitung der Daten sind gefragt, um z. B. die große Anzahl an Personen- oder Maschinendaten verwertbar zu machen. Das Profil des „Controllers“ erweitert sich um die Eigenschaften eines „Data Scientist“. Zum einen fordern die Fülle und die Einbeziehung von qualitativen Daten eine stärkere Interpretation, um die richtigen Schlüsse zu ziehen und qualitativ fundierte Entscheidungen an, dass ihr übergeordnetes Ziel eine verbesserte Analyse und die Nutzung von großen Datenmengen beinhaltet (siehe Abb. 2). Diese Umstellung bestehender und meist inkonsistenter Datenbankmodelle führt in vielen Unternehmen zu einem nicht zu unterschätzenden Aufwand in der Einführungsphase. Dieser ist weniger durch technische Aspekte bedingt als durch neue fachliche Konzepte und die Überführung von Daten mit unterschiedlicher Qualität und Granularität aus verschiedenen Systemen in das neue Zielsystem sowie notwendige Change Management-Maßnahmen vor dem Go-Live. Finanzprozesse Die Erfahrung aus Systemimplementierungen zeigt, dass die Prozessstandardisierung im Finanzbereich bei der Einführung von SAP® S/4HANA Finance in den Unternehmensfokus rückt. Die oben genannte Studie bestätigt, dass Unternehmen bei der Auseinandersetzung mit SAP® S/4HANA Finance u. a. die Schaffung einheitlicher Prozesse im Finanzbereich sehr hoch priorisieren (vgl. Pedell et al., 2017, S. 56 f.). Dies liegt vor allem darin begründet, dass eine neue Systemeinführung mit völlig neuen technischen Möglichkeiten dazu führt, bestehende Prozesse und Lösungen zu hinterfragen und neu zu gestalten. Dabei stehen vor allem die Vereinfachung und Harmonisierung von Prozessen im Vordergrund. Neben der Automatisierung von Prozessschritten sowie der ablaufbezogenen Prozesssteuerung ermöglicht das Simulieren und durchgängige Durchführen von Auswirkungen und Verbesserungen in diesen Bereichen und welche Erfahrungen gibt es dazu? Datenmanagement Im Datenmanagement steht die Verbindung von Daten aus unterschiedlichen Quellsystemen im Fokus (vgl. Kirchberg/ Müller, 2016, S. 83 f.). Die durch SAP® S/4HANA Finance gewonnene Erhöhung der Prozessgeschwindigkeit und Zentralisierung der Datenhaltung für Ist-, Plan- und Konsolidierungsdaten führen zu einer starken Vereinfachung des Datenmanagements. Darüber hinaus macht SAP® S/4HANA Finance die aufwändige Abstimmung zwischen Accounting und Controlling durch die Speicherung in einer gemeinsamen Datenbanktabelle („Universal Journal“) obsolet. Die Möglichkeit, zusätzliche und frei definierbare Dimensionen in den Buchungsbelegen und damit im Universal Journal abzulegen, bietet eine bisher nicht dagewesene Basis für ein flexibles Reporting (vgl. Kaum et al., 2015, S. 13 f.). Eine Studie zur Einführung von SAP® S/4HANA Finance von BearingPoint und dem Lehrstuhl für Controlling der Universität Stuttgart (vgl. Pedell et al., 2017, S. 57 f.) zeigt, dass Unternehmen die oben genannten Aspekte bei der Auseinandersetzung mit SAP® S/4HANA Finance als wichtige Zielsetzung verfolgen. Die Mehrheit der befragten Unternehmen (75%) hat die Schaffung einer konsistenten Datenbasis und die Etablierung einheitlicher Prozesse im Finanzbereich zum Ziel. 59% der Teilnehmer geben bisher sehr zeitintensiven Kalkulations- und Abschlussprozessen eine höhere Datenaktualität und -qualität und verkürzt die Prozesse erheblich. Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung und vermehrten Nutzung von sogenannten „Fiori Apps“ können die Bedienbarkeit und die Gestaltung der Prozessabläufe an die individuellen Informationsbedarfe durch die komplett angepasste Benutzeroberfläche deutlich verbessert werden. Die von BearingPoint und dem Lehrstuhl für Controlling der Universität Stuttgart durchgeführte Studie (vgl. Pedell et al., 2017, S. 59) bestätigt dies: Unternehmen erwarten durch die Einführung von SAP® S/4HANA Finance vor allem beschleunigte Durchlaufzeiten von Prozessen (68%), eine erhöhte Prozesstransparenz (61%) sowie den Wegfall einzelner Prozessschritte (48%) (siehe Abb. 3). Letztere Erwartung entspricht jedoch nicht den bisherigen Erkenntnissen aus der Praxis, denn ein Wegfall von Prozessschritten oder ganzen Prozessen (ausgenommen ist die Abstimmung zwischen Controlling und Accounting) ist bisher nicht festzustellen. Analytics Die Herausforderungen im Bereich Analytics bestehen insbesondere bei den Themen Big Data, Predictive Analytics, automatisierte Forecasts und Simulationen (vgl. Oehler et al., 2016, S. 61 ff.). Die von SAP® S/4HANA Finance verwendete Datenbanktechnologie in Kombination mit veränderter Datenhaltung führt neben den Veränderungen im transaktionalen vor allem 9% 9% 11% 16% 39% 39% 41% 52% 55% 59% 75% 0% 20% 40% 60% 80% Andere Abbildung/Unterstützung eines neuen Geschäftsmodells Outsourcing von Finanzprozessen Verbesserte und zentralisierte Risikoidentifizierung Anpassungsfähigkeit und Agilität des Finanzsystems Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Einsparpotenziale Einfache und intuitive Bedienbarkeit An die Datenmengen angepasste Prozess- und Systemarchitektur Verbesserung der Entscheidungsfindung (Verfügbarkeit von Echtzeit-Informationen) Verbesserte Analyse und Nutzung von großen Datenmengen Konsistente Datenbasis und einheitliche Prozesse im Finanzbereich Abb. 2: Übergeordnete Zielsetzung bei der Auseinandersetzung mit SAP® S/4HANA Finance (vgl. Pedell et al., 2017, S. 57). Abb. 3: Erwartete Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse im Finanzwesen durch SAP® S/4HANA Finance (vgl. Pedell et al., 2017, S. 59) 5% 5% 1 1% 23% 23% 23% 25% 32% 34% 41% 48% 61% 68% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% Andere Keine Erweiterung von Prozessen um weitere Prozessschritte Veränderte oder neue Rollen bei der Prozessdurchführung Veränderte Abfolge von Prozessen bzw. Prozessschritten Höhere Flexibilität der Geschäftsprozesse Größere Skalierbarkeit der Prozesse Verbesserte Prozessstabilität Organisatorische Änderungen der Verantwortlichkeiten Verstärkte Automatisierung von Prozessschritten Wegfall einzelner Prozessschritte Erhöhte Prozesstransparenz Beschleunigte Durchlaufzeiten von Prozessen Sonderheft September 2017 | 95 94 | CONTROLLING 29. Jahrgang 2017 LITERATUR: Kaum, S./Töller, J./Wende, J./Moers, R., Einfluss von In-Memory Technologie (SAP HANA) und Simple Finance auf das Controlling, in: Controller Magazin (2015), H. 5, S. 10–15. Kirchberg, A./Müller, D., Digitalisierung im Controlling: Einflussfaktoren, Standortbestimmung und Konsequenzen für die Controllerarbeit, in: Gleich, R./ Grönke, K./Kirchmann, M./Leyk, J. (Hrsg.), Konzerncontrolling 2020, München 2016, S. 79–96. Knabke, T./Olbrich, S., Grundlagen und Einsatzpotentiale von In-Memory-Datenbanken, in: Gluchowski, P./Chamoni, P. (Hrsg.), Analytische Informationssysteme, 5. Aufl., Berlin 2016, S. 187–203. Oehler, K./Schmidt, W./Seufert, A., Bedeutung von Big Data für Controller, in: Controller Magazin (2016), H. 3, S. 61–69. Pedell, B./Sautter, J./Alexander, S./Fahn, S./Schäfer, M., SAP® S/4HANA Finance – Implementierungsstatus, Ziele, Erwartungen und Einführungsstrategien, in: Controlling, 29. Jg. (2017), H. 3, S. 54–61. Schäffer, U./Weber, J., Die Digitalisierung wird das Controlling radikal verändern, in: WHU Controlling & Management Review, 60. Jg. (2016), H. 6, S. 34–40. IMPRESSUM Verantwortlicher Schriftleiter: Prof. Dr. Burkhard Pedell, Universität Stuttgart, Lehrstuhl für Controlling, Keplerstr. 17, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711 685–83170, Telefax: +49 711 685–83151, E-Mail: burkhard.pedell@zfc-redaktion.de. Stellvertreter: Prof. Dr. Klaus Möller, Universität St. Gallen, Institut für Accounting, Controlling und Auditing, Lehrstuhl für Controlling/Performance Management, Tigerbergstrasse 9, 9000 St. Gallen, Schweiz, Telefon: +41 71 224–7406, Telefax: +41 71 224–7020, E-Mail: klaus.moeller@unisg.ch. Herausgeber: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth, Horváth & Partners, Prof. Dr. Thomas Reichmann, Technische Universität Dortmund und CIC GmbH & Co. KG, Prof. Dr. Ulrike Baumöl, FernUniversität Hagen, Prof. Dr. Andreas Hoffjan, Technische Universität Dortmund, Prof. Dr. Klaus Möller, Universität St. Gallen, und Prof. Dr. Burkhard Pedell, Universität Stuttgart. Herausgeberbeirat: Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Honorarprofessor, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, Gerlingen-Schillerhöhe; Rainer Beaujean, Finanzvorstand der Gerresheimer AG, Düsseldorf; Prof. Dr. Hans-Peter Burghof, Inhaber des Lehrstuhls für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim; Dr. Wolfgang Colberg, Industrial Partner der CVC Capital Partners (Deutschland) GmbH, Frankfurt; Prof. Dr. h.c. Karlheinz Hornung, Board Member, SIGMA Ltd, Gland, Schweiz; Prof. Robert S. Kaplan, Inhaber des Lehrstuhls für Leadership Development an der Harvard Business School, Boston/USA; Prof. Philippe Lorino, Inhaber des Lehrstuhls für Comptabilité-Contrôle de Gestion an der ESSEC, Paris/Frankreich; Prof. Andy Neely, Direktor der Cambridge Service Alliance an der University of Cambridge, UK Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der IDS Scheer AG, Saarbrücken und beratender Professor am Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz; Prof. Dr. Gerhard Speckbacher, Vorstand des Instituts für Unternehmensführung an der Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich; Prof. Heinz-Werner Ufer, Honorarprofessor, Aufsichtsratsvorsitzender der Amprion GmbH, Dortmund; Prof. Dr. Wang Xuyi, Inhaber des PWC-Lehrstuhls für Rechnungswesen und Controlling am Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg (CDHK) der Tongji-Universität in Shanghai/China Redaktion: Dipl.-Kfm. techn. Joachim Sautter und Michael Speth, M. Sc., Redaktion Zeitschrift Controlling, c/o Lehrstuhl für Controlling, Universität Stuttgart, Keplerstr. 17, 70174 Stuttgart, Telefon Joachim Sautter: +49 711 685–83165, E-Mail: joachim.sautter@ zfc-redaktion.de, Telefon Michael Speth: +49 711 685–83173, E-Mail: michael.speth@ zfc-redaktion.de, Telefax: +49 711 685–83151. 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Die Abopreise sind inklusive Controlling Archiv online für einen Arbeitsplatz. Der Abonnementpreis wird im Voraus in Rechnung gestellt. Abonnement und Bezugspreis beinhalten die Printausgabe sowie eine Lizenz für die Online-Ausgabe. Die Bestandteile des Abonnements sind nicht einzeln kündbar. Einzelheft: € 23,– (inkl. MwSt.) jeweils zuzüglich Versandkosten. Bestellungen nehmen entgegen: jede Buchhandlung und der Verlag. ISSN 0935-0381. KundenServiceCenter: Telefon: 089/381 89- 750, Telefax: 089/381 89-358, E-Mail: bestellung@beck.de. Abbestellungen müssen 6 Wochen vor Jahresschluss erfolgen. Gestaltung/Layout/Satz: Nadine Bernhardt Grafikdesign, München. nadinebernhardt.de Projektmanagement: Dennis Brunotte, Prien am Chiemsee Druck: Himmer GmbH Druckerei & Verlag, Steinerne Furt 95, 86167 Augsburg. VORSCHAU AUF HEFT 5/2017 SCHWERPUNKT: Controlling der Informationslogistik • Entscheidungsunterstützung für eine effiziente Informationslogistik • Ökonomische Bewertung von Kommunikationsflüssen am Beispiel von Führungsimpulsen • Verrechnung von IT-Kosten • Eine fallstudienbasierte Analyse von Verfahren, Zielen und Kontext faktoren • Rechnet sich die Einführung von ERP-Systemen? • Manager App Portal at Continental: A Content, Collaboration, and Convenience App Selection That Works Controlling Wissen • Innovationseffizienz – Transparenz schaffen mittels Data Envelopment Analysis • Erfahrungen zur nutzungsbasierten Bewertung von Daten • Komplexitätsreduktion in der Anfragebewertung von Instandhaltungsdienstleistern – Sequenzielle Baumdiagramme im Controlling der Lufthansa Technik AG Controlling-Compact: Storytelling Controlling-Lexikon: 11 Irrtümer über Kennzahlen CONTROLLING Z E I T S C H R I F T F Ü R E R F O L G S O R I E N T I E R T E U N T E R N E H M E N S S T E U E R U N G Herausgegeben von Péter Horváth, Thomas Reichmann, Ulrike Baumöl, Andreas Hoffjan, Klaus Möller, Burkhard Pedell 5150201705 5/2017 www.zei tschr i f t -control l ing.de Oktober 2017 · 29. Jahrgang · Ver lage C.H.BECK · Vahlen · München · Frankfur t a . M. SCHWERPUNKT CONTROLLING DER INFORMATIONSLOGISTIK C O N TR O LL IN G 5/ 2 01 7 Sc hw er p u n k t: C o n tr o lli n g d er In fo rm a ti o ns lo g is ti k Verrechnung von IT-Kosten Rechnet sich die Einführung von ERP-Systemen? Innovationseffizienz – Transparenz schaffen mittels Data Envelopment Analysis Vorschau // Impressum treffen zu können. Zum anderen erleichtern „Predictive Analytics“ durch Erkennung von Mustern die Vorhersehbarkeit und richten den Blick des Controllers von der Gegenwart in die Zukunft (vgl. Schäffer/Weber, 2016, S. 37 ff.). Reporting Das Reporting profitiert vor allem von der erhöhten Verarbeitungsgeschwindigkeit und der konsistenten Datenhaltung im Universal Journal. Das Vorliegen von Auswertungsmerkmalen auf Einzelbelegebene ermöglicht ein flexibles Reporting der Daten in Echtzeit. Wie oben genannt, zeigt die Studie (vgl. Pedell et al., 2017, S. 58), dass ein verbessertes Ad-hoc-Reporting als hohes Nutzenpotenzial von SAP® S/4HANA Finance eingestuft wird. Zukunftsweisend ist hierbei der sogenannte „SAP® Digital Boardroom“, der Real-Time-Daten aus verschiedenen Geschäftsbereichen eines Unternehmens auf Basis von SAP® S/4HANA in einem zentralen Informations-Dashboard zusammenführt und diese kontextbezogen aufbereitet. Dadurch können Unternehmenszahlen jederzeit und mit hoher Transparenz abgerufen werden, wodurch Entscheidungsfindungen erleichtert und schnelle Antworten auf dringliche Fragen gegeben werden können. AUTORENVORSTELLUNG Dipl.-Oec. Alexander Svatopluk ist Partner bei BearingPoint und zuständig für Beratungsleistungen im Bereich Finance und Treasury Management. svatopluk.alexander@bearingpoint.com Sven Fahn (MBA) ist Partner bei BearingPoint und zuständig für Beratungsleistungen im Bereich Finance und Regulatory. sven.fahn@bearingpoint.com Marisa Schäfer (M.A.) ist Business Consultant bei BearingPoint im Bereich Finance und Regulatory. marisa.schaefer@bearingpoint.com Daniel Vink (M.Sc.) ist Senior Business Consultant bei BearingPoint im Bereich Finance und Regulatory. daniel.vink@bearingpoint.com Prof. Dr. Burkhard Pedell ist Inhaber des Lehrstuhls für Controlling an der Universität Stuttgart und Mitherausgeber der Zeitschrift Controlling. Er ist Senior Fellow am Risk Management and Decision Processes Center, The Wharton School, University of Pennsylvania. burkhard.pedell@bwi.uni-stuttgart.de Dipl.-Kfm. techn. Joachim Sautter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Controlling an der Universität Stuttgart. joachim.sautter@bwi.uni-stuttgart.de CONTROLLING KOMPAKT #1 Der Weg zum „Digital Finance“ durch SAP® S/4HANA Finance umfasst nicht nur die übliche Systemeinführung und beeinflusst nicht nur die technischen Aspekte des Finanzbereichs. Er be rührt auch Prozessmodelle und Organisation bis hin zu Skill-Profilen der Mitarbeiter und erfordert umfassende Change Management-Maßnahmen. #2 Datenbanken werden neu modelliert, Stammdaten konsolidiert und Finanzprozesse grundlegend standardisiert und harmonisiert. Darauf basierend verändert sich die Gestalt des heutigen Analytics und Reportings grundlegend. #3. Die flexibleren und schnelleren Analyse- und Reporting-Möglichkeiten beschleunigen die Generierung individuell auf den Benutzer ausgerichteter Kennzahlen, welche wiederum eine Entscheidungsfindung auf Abruf möglich machen. #4 Wie schnell sich Unternehmen der digitalen Transformation unterziehen und wie umfangreich sie von ihr profitieren können, ist daher maßgeblich von ihrer Fähigkeit abhängig, feststehende Strukturen zu verändern und an die neuen Anforderungen anzupassen. #5 Ein „Digital Maturity Assessment“, welches den Reifegrad eines Unternehmens hinsichtlich der digitalen Transformation misst, gewährt ein klares Bild, welche Voraussetzungen in Vorbereitung auf die „Digital Exellence“ geschaffen werden müssen. Manuskripte: Manuskri te sind an die Redaktion zu send . Der Verlag haftet nicht für Manuskripte, die unverlangt eingereicht werden. Sie kö nen nur zurückgegeb n werden, wenn Rückporto beigefügt ist. Die Annahme zur V öffentlichung muss schrift ich erfolgen. Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgt der Autor dem Verlag C.H.BECK an seinem Beitrag für die Da er des g setzlichen Urhe errec ts das xklusiv , räumlich und zeitlich un beschränkte Rech zur Vervielfältigung und Verbreitung in körperlicher Form, das Recht zur öffentlichen Wiedergabe und Zugänglichmachun , das R cht zur Aufnahme in Da enbanken, das Recht zur Speicherung auf elektronischen tenträgern und das Recht zu deren Verbreitung und Vervielfältigung sowie das R cht zur so sti n Verwertung in elektroni cher F rm. Hierzu zählen auch heute noch nicht bekannte Nutzung formen. Das in § 38 Abs. 4 UrhG niedergelegte zwingende Zweitverwertungs ec t des Autors nach Ablauf von 12 Monaten nach der Veröffentlichung bleibt hie von unberührt. Ur ber- und Verlagsrechte: Alle in di ser Zeitschrift öffent ichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Gerichtsentscheid ngen und hre Leitsätze, denn diese sind geschützt, soweit sie vom Eins nder oder on der Schriftleitung erarbeit t oder redigiert worden sind. Der Rechtsschutz gilt auch genüber Datenbanken und ähnlich n Einrichtungen. Kein Teil dieser Zeitschrift darf außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ohne schriftliche Genehmi ung des Verlags in irgendeiner Form vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben oder zugänglich gemacht, in Datenbanken aufgenommen, auf elektronischen D tenträger gespeichert oder in sonstiger Weise elektronisch vervielfältigt, verbreitet oder v rw rtet werden. Anzeigenabteilung: Verlag C.H.BECK, Anzeigenabteilung, Wilh lmstraße 9, 80801 München, Postanschrift: f ch 40 03 40, 80703 München. Media-Beratung: Telefon: 089/3 81 89-687, T l fax: 089/3 81 89-589. Disposition, Herstellung Anzeigen, technische Daten: Telefon: 089/3 81 89-603, Telefax: 089/3 81 89-589, E-Mail: anzeigen@beck.de. V rantwortlich für den Anzeigenteil: Bertram Götz. Verlag: Verlag C.H.BECK oHG, Wil elmstr 9, 80801 München, Telefon: 089/381 89-0, T lefax: 089/381 89-398, Postbank München, IBAN DE82 7001 0080 0006 2298 02, BIC PBNKDEFFXXX. Der V rlag ist oHG. Gesellschaft r sind Dr. Hans Dieter Beck und Dr. h.c. Wolfgang Beck, beide Verleger in München. ISBN: 978-3-8006-5600-4 Gestaltung/Layout/Satz: Nadine Bernhardt Grafik esign, München. nadinebernhardt.de Projektmana ement: De nis Brunotte, Prie am Chie see E-Book-Produktion: datagroup int. SRL, 300665, Timisoara, România.

Zusammenfassung

Dieser Artikel verdeutlicht, wie sich der Finanzbereich im Zuge der Digitalisierung wandelt und welchen Einfluss SAP® S/4HANA Finance auf diesen Wandel hat. Dabei werden die bisher erlangten Erkenntnisse aus einer Studie zur Einführung von SAP® S/4HANA Finance, die von BearingPoint und dem Lehrstuhl für Controlling der Universität Stuttgart im vergangenen Jahr durchgeführt wurde, einbezogen. Zudem gewähren gewonnene Erfahrungen aus Systemeinführungen von SAP® S/4HANA Finance Einblicke in die heutige Unternehmenspraxis.

References

Abstract

Month by month, Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung publishes peer-reviewed, applied research contributions for business management, accounting and reporting. Key elements of succesful corporate controlling are presented in an analytic, well-structured manner.

Language: German.

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Zusammenfassung

Die Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung liefert Monat für Monat fundierte und anwendungsorientierte Fachbeiträge für das Management sowie das Finanz- und Rechnungswesen in Unternehmen. Klar gegliedert und strukturiert werden für alle Controlling-Bereiche die Faktoren für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung aufgezeigt.

Weitere Informationen für Autoren und Abonnenten finden Sie unter www.zeitschrift-controlling.de.