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Burkhard Pedell, Risikocontrolling - starker Partner für unternehmerisches Handeln in:

Controlling, page 145 - 147

CON, Volume 23 (2011), Issue 3, ISSN: 0935-0381, ISSN online: 0935-0381, https://doi.org/10.15358/0935-0381-2011-3-145

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Prof. Dr. Burkhard Pedell ist Inhaber des Lehrstuhls Controlling an der Universität Stuttgart und Mitherausgeber der Zeitschrift Controlling. Risikocontrolling – starker Partner für unternehmerisches Handeln Liebe Leserinnen und Leser, unternehmerisches Handeln läuft im Kern bekanntlich stets auf ein Abwägen von Chancen und Risiken hinaus. Dem Risikocontrolling kommt die anspruchsvolle Aufgabe zu, die Zusammenhänge zwischen Chancen und Risiken transparent zu machen und so die Grundlage für unternehmerische Entscheidungen zu verbessern. Diese Aufgabe gewinnt in demMaße an Bedeutung, in dem die Vorhersagbarkeit wirtschaftlicher Entwicklungen abnimmt. Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat besonders eindrücklich die Grenzen der Planbarkeit aufgezeigt und vielfach ein (gesundes) Misstrauen gegenüber der eigenen Planung erzeugt. Das Risikocontrolling ist dadurch häufig noch stärker gefordert, für die zeitnahe Bereitstellung von Risikoinformationen zu sorgen. Die Studie ,Krise. Risiko. Management.‘ von PricewaterhouseCoopers aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass durch die Krise insbesondere die Wechselwirkungen unterschiedlicher Risiken stärker als bislang in den Fokus gerückt sind. Allerdings sind die Aufgaben des Risikomanagements in vielen Unternehmen aufgrund der zunehmenden Komplexität sehr stark auf unterschiedliche Organisationseinheiten aufgeteilt. Dadurch wächst die Gefahr, dass durch Silo-Denken das vollständige ,Risikobild‘ aus dem Blick gerät und insbesondere zentrale Risikointerdependenzen übersehen werden. Gerade durch die Analyse von Risikointerdependenzen – auch über Unternehmensgrenzen hinweg in der Supply Chain – kann das Risikocontrolling zu einem starken Partner unternehmerischen Handelns werden. Zum Einstieg des Themenschwerpunkts dieses Hefts diskutieren Werner Seidenschwarz und ich, wie die Resilienz von Unternehmen gegen unerwartete und bestandsgefährdende Entwicklungen gesteigert werden kann, welche Rolle dem Risikocontrolling und anderen Bereichen dabei zukommt sowie welche Instrumente ein Resilienzmanagement unterstützen können. Peter Kajüter geht der Frage nach, wie Risiken aus Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen, Beteiligungen und Zweckgesellschaften in einem konzernweiten Risikomanagementsystem zu berücksichtigen sind. Einen zentralen Parameter für das Risikocontrolling stellen risikogerechte Kapitalkosten dar; Werner Gleißner beschäftigt sich in seinem Beitrag mit den Möglichkeiten, diese mit Hilfe einer Risikoanalyse anstelle von historischen Kapitalmarktdaten zu bestimmen. Marc Diederichs und Markus Imhof zeigen, wie bei Beiersdorf mit einem rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und Rechnungslegung sowie die Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung im Konzernabschluss und Konzernlagebericht abgesichert werden. Natalie Pomorin, Katharina Friepörtner, Holger Pfaff und Jürgen Wasem entwickeln in ihrem Beitrag eine kennzahlenbasierte Methode zur Bewertung der ökonomischen Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.Max Falckenberg, Jakob Rüden und Johannes Distler stellen Ergebnisse einer Studie zur Entwicklung der Unternehmensfinanzierung nach der jüngsten Krise vor und diskutieren insbesondere Möglichkeiten der internen Finanzierung. In der Diskussion, die ich mit Markus Burger, Leiter Risikocontrolling der EnBW Trading GmbH, Karlsruhe führen konnte, kommen wir noch einmal auf den Themenschwerpunkt Risikocontrolling zurück und beleuchten, wie im EnBW-Konzern das integrierte Management marktbezogener Risiken ausgestaltet ist. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre! Ihr 145EDITORIAL 23. Jahrgang 2011, Heft 3 Inhaltsübersicht Heft 3 CONTROLLING-AKTUELL Schaffen wir den Winter ab? Über die Unsicherheit globaler Planungsprämissen einer Klimaveränderung als Aufgabe des Controlling 148 Prof. Dr. Thomas Reichmann, Dortmund CONTROLLING-SCHWERPUNKT Resilienzmanagement 152 Prof. Dr. Burkhard Pedell, Stuttgart, und Prof. Dr. Werner Seidenschwarz, Starnberg Unvorhergesehene Ereignisse und Entwicklungen stellen eine anspruchsvolle Herausforderung für die Unternehmensführung dar. Die Resilienz von Unternehmen, verstanden als die Fähigkeit, mit unerwarteten und bestandsgefährdenden Ereignissen und Entwicklungen widerstandsfähig und konstruktiv umgehen zu können, gewinnt an Bedeutung. In diesem Beitrag werden Ansatzpunkte, Handlungsfelder und Instrumente eines Resilienzmanagements vorgestellt. Der Risikokonsolidierungskreis bei konzernweiten Risikomanagementsystemen 159 Prof. Dr. Peter Kajüter, Münster In Mutterunternehmen stellt sich dem Controlling regelmäßig die Aufgabe, ein konzernweites Risikomanagementsystem einzurichten, mit dem nicht nur Risiken des Mutterunternehmens, sondern auch solche aus dem Konzernverbund erfasst und gesteuert werden können. Der Beitrag geht daher der Frage nach, wie Risiken aus Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen, Beteiligungen und Zweckgesellschaften in einem konzernweiten Risikomanagementsystem zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus wird die Ausrichtung eines konzernweiten Risikomanagementsystems an den rechtlichen oder wirtschaftlichen Einheiten des Konzerns diskutiert. Wertorientierte Unternehmensführung und risikogerechte Kapitalkosten: Risikoanalyse statt Kapitalmarktdaten als Informationsgrundlage 165 Dr. Werner Gleißner, Leinfelden-Echterdingen In einem unvollkommenen Kapitalmarkt lassen sich aus historischen Schwankungen von Aktienrenditen keine adäquaten Folgerungen für die zukünftigen (bewertungsrelevanten) Cash- Flow-Risiken ableiten. Die Berechnung risikogerechter Kapitalkosten für Unternehmensbewertung und Wertbeiträge (wie Economic Value Added ˆ ) von Unternehmen, Geschäftsbereichen oder Projekten kann dagegen durch eine Verknüpfung von Risikomanagement und Controlling unter dem Dach eines wertorientierten Steuerungsansatzes erreicht werden. Daten aus Risikoanalyse und Risikoaggregation erlauben das Abwägen erwarteter Erträge und Risiken in der Entscheidungsvorbereitung. Corporate Governance und Controlling: Die Gestaltung des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems der Beiersdorf AG 172 Dr. Marc Diederichs und M. Sc. Markus Imhof, Hamburg Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und Rechnungslegung sowie der Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung im Konzernabschluss und Konzernlagebericht besteht bei Beiersdorf ein rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem. Dieser Beitrag zeigt in Grundzügen auf, wie Beiersdorf das System als Teil des Internen Kontrollsystems (IKS) ausprägt. 146 CONTROLLING – ZEITSCHRIFT FÜR ERFOLGSORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG CONTROLLING-COMPACTSupply Chain Performance Measurement 178 Anke Giese und Jan Trockel CONTROLLING-WISSENFinanzierung nach der Krise – Probleme und Möglichkeiten zur Finanzierung zukünftigen Wachstums 181 Max Falckenberg, Jakob Rüden, Düsseldorf, und Johannes Distler, München Die wirtschaftliche Erholung stellt viele Unternehmen vor das Problem, dass einerseits Kapital für neue Investitionen benötigt wird, andererseits aber traditionelle externe Kapitalquellen in geringerem Maße zur Verfügung stehen. Eine aktuelle Studie von Roland Berger Strategy Consultants zeigt, dass künftig verstärkt interne Finanzierungskraft zählt. Hier werden die gängigsten Mittel der Innenfinanzierung vorgestellt, ergänzt durch eigene Projekterfahrungen. CONTROLLING-CASE STUDYÖkonomische Effekte gesundheitsförderlicher Interventionen – Eine Untersuchung in der innovativen ITK-Wissensarbeit 189 Natalie Pomorin, Katharina Friepörtner, Duisburg-Essen, Prof. Dr. phil. Holger Pfaff, Erlangen-Nürnberg, und Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem, München Die Auswirkungen des demographischen Wandels und der Anstieg psychomentaler Störungen der Mitarbeiter im Unternehmen erfordern die Internalisierung externen Wissens zur betrieblichen Gesundheitsförderung als unternehmerische Innovationsstrategie. In diesem Zusammenhang verfolgte die nun vorliegende Untersuchung im Rahmen des Projektes „PräKoNet“ das Ziel, eine kennzahlenbasierte Methode zur Bewertung der ökonomischen Wirksamkeit von gesundheitsförderlichen Interventionen zu entwickeln. CONTROLLING-DIALOGRisikocontrolling in der Energiewirtschaft 196 Dr. Markus Burger, Karlsruhe, und Prof. Dr. Burkhard Pedell, Stuttgart CONTROLLING-LEXIKONSzenario-Technik 199 Literatur 201 Veranstaltungen 205 Vorschau und Impressum 208 www.controlling.beck.deDas aktuelle Heft · Das große Archiv · Downloads and Links 147 23. Jahrgang 2011, Heft 3

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Abstract

Month by month, Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung publishes peer-reviewed, applied research contributions for business management, accounting and reporting. Key elements of succesful corporate controlling are presented in an analytic, well-structured manner.

Language: German.

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Zusammenfassung

Die Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung liefert Monat für Monat fundierte und anwendungsorientierte Fachbeiträge für das Management sowie das Finanz- und Rechnungswesen in Unternehmen. Klar gegliedert und strukturiert werden für alle Controlling-Bereiche die Faktoren für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung aufgezeigt.

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